Foto/Grafik: Stadt Stuttgart
Stuttgart-Nord

Einwohnerversammlung Stuttgart-Nord 2017

Dialog zwischen Bürgern und Stadtverwaltung

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 28.08.17 bis 16.10.17
ZielgruppeEinwohnerinnen und Einwohner aus Stuttgart-Nord

formelle Beteiligungformelle Beteiligung
beendet
  • Schwerpunkte: Verkehr, Schulen, Kitas und Bauprojekte – Planungen für neuen Stadtteil nehmen Konturen an

    Nach sechs Jahren hat wieder eine Einwohnerversammlung im Stadtbezirk Stuttgart-Nord stattgefunden. Der Stadtbezirk hat rund 28 000 Einwohner. Am Montag, 16. Oktober, um 19 Uhr eröffnete Bezirksvorsteherin Sabine Mezger die Veranstaltung im Konferenzsaal der Sparkassenakademie. Nach der Rede von Oberbürgermeister Fritz Kuhn konnten die Teilnehmer Fragen an ihn und die anwesenden Bürgermeister stellen, Kritik üben oder Verbesserungsvorschläge machen.
     
    Blick über Stuttgart-Nord. Foto: Thomas Wagner
    Blick über Stuttgart-Nord. Foto: Thomas Wagner
    Seit der letzten Einwohnerversammlung stieg die Einwohnerzahl im Stadtbezirk um mehr als 2000 Personen an. Dies ergibt für den Zeitraum einen Zuwachs von 8,7 Prozent, während ganz Stuttgart insgesamt nur 4,7 Prozent gewann. Hinter dieser Entwicklung stehen hohe Wanderungsgewinne aus dem In- und Ausland sowie Geburtenüberschüsse seit 2004. Das Durchschnittsalter der Einwohnerinnen und Einwohner in Stuttgart-Nord beträgt 40,8 Jahre (Stuttgart 41,8 Jahre) und ist in den letzten sechs Jahren um 0,9 Jahre gesunken. Durch zahlreiche Bauprojekte werden viele neue Menschen in den Stadtbezirk ziehen. Erste Schätzungen gehen von einem rund 50-prozentigen Einwohnerwachstum aus.

    Im Zuge des Bahnprojekts Stuttgart 21 und dem Rückbau der oberirdischen Gleisanlagen ergibt sich die Chance, eine rund 85 Hektar große Fläche städtebaulich zu entwickeln. Von März bis November 2016 fand die informelle Bürgerbeteiligung Rosenstein statt. Als Ergebnis liegt seit Januar 2017 das Memorandum Rosenstein vor. Nun soll der anstehende Planungsprozess mit den Ideen der informellen Bürgerbeteiligung gestartet werden.

    Geschaffen werden soll ein lebendiger, urbaner Stadtteil mit kleinteiliger Nutzungsmischung und hohem Wohnanteil, die Erweiterung vorhandener Grünanlagen (Schlossgarten, Rosensteinpark) und der Ausbau der ÖPNV-Anbindung durch die neue S-Bahn-Station Mittnachtstraße. Auch im weiteren Planungsprozess ist die Beteiligung der Bürgerschaft wünschenswert.

    Die Nahversorgung im Stadtquartier Rosenstein wird künftig im Wesentlichen durch das Einkaufszentrum Nordbahnhofstraße gesichert. Es bestehen Überlegungen, mit dem Aufsiedelungsprozess im Rosensteinviertel weitere Versorgungsangebote entlang der Mittnachtstraße anzubieten. Des Weiteren besteht seitens des Bezirksbeirats der Wunsch zur Einführung eines Wochenmarkts im Fußgängerbereich der Mittnachtstraße.

    Durch den Wegzug des städtischen Bürgerhospitals wurde das 3,9 Hektar umfassende Krankenhausareal frei für andere Nutzungen. Das gegenüberliegende Areal des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) wird durch eine Standortverlagerung ebenfalls frei für eine Neuentwicklung. Beide Flächen sollen als Wohnungsbauschwerpunkt mit rund 600 Wohneinheiten und hohen Anteilen an gefördertem Wohnungsbau (480 Wohnungen) entwickelt werden. Dabei sind vor allem auch die Bedarfe an sozialer Infrastruktur (Stadtteil- und Familienzentrum, Bürgersaal) und Wohnfolgeeinrichtungen (unter anderem rund 20 Kita-Gruppen, Nahversorgung) zu berücksichtigen.

    Im Quartier Rosenstein ist der erste Bauabschnitt mit 125 neuen Wohnungen auf dem ehemaligen Schmidtgen-Areal bereits fertig. Neben 94 Eigentumswohnungen wurden acht Wohnungen im Förderprogramm "Preiswertes Wohneigentum" der Stadt sowie neun für mittlere Einkommensbezieher errichtet. In ­Kooperation mit dem Körperbehindertenverein sind 14 Wohnungen mit Sozialbindung entstanden.
  • Sanierung der Wagenhallen geht voran

    Abschluss für Mitte 2018 geplant – Skaterhalle hat Dach als Lärmschutz erhalten

     
    Baustelle Wagenhallen: Bis Mitte 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen und die Künstler wieder eingezogen sein. Foto: Thomas Wagner
    Baustelle Wagenhallen: Bis Mitte 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen und die Künstler wieder eingezogen sein. Foto: Thomas Wagner
    Die Skaterhalle an der Friedhofstraße hat im April 2015 einen Schallschutz erhalten. Es wurde eine 65 Meter lange, 28 Meter breite und 6,5 Meter hohe, unbeheizte Halle über der Skateranlage errichtet. Das Dach bietet einen Witterungsschutz und reduziert Lärmemissionen zur vorhandenen und neu geplanten Wohnbebauung in der Nachbarschaft.

    Das daneben gelegene ehemalige Auto-Staiger-Areal wurde von der Siedlungswerk GmbH erworben. Dort soll eine urbane Bebauung mit hoher Wohnqualität und einem zentralen Grünzug entstehen. In dem Bereich sind rund 330 Wohnungen vorgesehen.

    In der Folge wird nach dem Rückbau der Gleisanlagen auch die Friedhofstraße umgestaltet. Startschuss für die Entwicklung des Areals war der Neubau des Männerwohnheims an der Nordbahnhofstraße.

    Die Wagenhallen zählen zu den wichtigsten Kultur- und Veranstaltungsorten in Stuttgart. Eine Vielzahl von Künstlern ist unter dem Dach des „Kunstverein Wagenhallen e.V.“ tätig. Im nördlichen Gebäudetrakt hat sich die Tanzschule „Tango Ocho“ aus dem Kunstverein entwickelt. Seit Januar dieses Jahres werden die Wagenhallen saniert. Dort soll ein Veranstaltungsbereich für rund 2100 Besucher entstehen. Die historische Gebäudeform wird durch die Sanierung wiederhergestellt.

    Die Maßnahmen kosten rund 30 Millionen Euro und sollen Mitte 2018 abgeschlossen sein. Die Innenausstattung, wie den Einbau von Künstleratelieres in der großen Halle, übernehmen die Künstler selbst. Vorübergehend sind diese in Containern neben dem Areal untergebracht.
     
  • Verkehr weiterhin ein Schwerpunkt

    Nahverkehrsangebot wird verbessert – Buslinien 43 und 44 bekommen Taktverdichtungen

     
    Brennpunkt Heilbronner STraße: Hier staut sich der Verkehr sehr häufig in beiden Richtungen. Foto: Thomas Wagner
    Brennpunkt Heilbronner Straße: Hier staut sich der Verkehr sehr häufig in beiden Richtungen. Foto: Thomas Wagner
    Stuttgart-Nord wird durch die Bundesstraße 27 (Heilbronner Straße) getrennt. Hier gibt es häufig Staus, da es sich um ­eine der Haupteinfallsstraßen in den Talkessel handelt. Entlang der Heilbronner Straße befindet sich eine der höchsten straßenverkehrsbedingten Schadstoffkonzentrationen der Stadt.

    Weiterhin verlaufen mehrere Straßenzüge "parallel" zur Heilbronner Straße, die von vielen Autofahrern genutzt werden, um die Staus zu umfahren. Von diesem „Schleichverkehr“ sind östlich der Heilbronner Straße folgende Straßen betroffen: Nordbahnhofstraße, Rosensteinstraße und Ehmannstraße. Westlich sind dies die Stresemannstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Birkenwaldstraße, Robert-Mayer-Straße, Türlenstraße und die Mönchhaldenstraße. Der Stadtbezirk Nord wird durch die S-Bahn, durch Stadtbahnlinien sowie durch Buslinien bedient. Ab Dezember 2017 wird die SSB die innerstädtischen Buslinien 43 und 44 verdichten. Diese werden zukünftig bis 23.30 Uhr im 15-Minuten-Takt anstatt wie bisher im 30-Minuten-Takt verkehren.

    Mit der künftigen S-Bahn-Station "Mittnachtstraße" erhält der Stadtbezirk zusätzlich auch eine direkte Anbindung an Ziele in der Region. Ein Erschließungsdefizit besteht allerdings im Bereich Fleckenweinberg und Lenbachstraße, von wo aus die umliegenden ÖPNV-Haltestellen nur auf längeren Fußwegen zu erreichen sind. Die wenig verdichtete Bebauung lässt allerdings kaum Potenzial für einen Linienverkehr erkennen, so dass die Schaffung eines entsprechenden Angebots vom VVS und der SSB nicht empfohlen wird.

    Das vergleichsweise geringe Verkehrsaufkommen im lokalen Straßennetz macht diesen Bereich allerdings als Testfeld für ein bedarfsorientiertes Angebot mit autonomen öffentlichen Fahrzeugen interessant. Sobald solche Fahrzeuge mit Zulassung für städtische Verkehrsräume verfügbar sind, könnten diese in diesem Bereich getestet werden.
    Aus der Bürgerschaft am Killesberg und der dort ansässigen Institutionen sowie seitens des Bezirksbeirats besteht der nachdrückliche Wunsch einer Taktverdichtung der Stadtbahnlinie U5. Die kontinuierlichen Fahrgastzählungen der SSB zeigen jedoch, dass der 20-Minuten-Takt ausreicht.
    Eine Taktverdichtung auf einen 10-Minuten-Takt würde hohe betriebliche Kosten verursachen. Allerdings bestehen im Zusammenhang mit Verlängerungsvarianten in Echterdingen und Birkach sowie einer neuen Übereckverbindung in Möhringen langfristig Perspektiven, den Takt auf der Linie U5 zu verdichten.

    Jugendrat wünscht sich neue Busverbindung
    Vom Jugendrat Nord wird seit langem eine direkte Busverbindung auf der Strecke zwischen dem Killesberg über die Straße „Am Kräherwald“ und dem Stadtbezirk Botnang gefordert. Dieser Wunsch stand ebenfalls im Bürgerhaushalt.
    Sowohl der VVS und die SSB haben diesen Vorschlag schon mehrfach untersucht und kamen zu dem Ergebnis, dass für eine solche Verbindung derzeit kein Bedarf ­bestehe, der den notwendigen Betriebsaufwand recht­fertigen würde.
     
  • Höhere Schülerzahlen werden erwartet

    Die Rosensteinschule ist eine Grund- und Werkrealschule und wurde 2013 durch einen Neubau erweitert. Foto: Thomas Wagner
    Die Rosensteinschule ist eine Grund- und Werkrealschule und wurde 2013 durch einen Neubau erweitert. Foto: Thomas Wagner
    Aufgrund steigender Geburtenzahlen und Zuzügen in den Stadtbezirk ist die Zahl der Kinder in Stuttgart-Nord seit der letzten Einwohnerversammlung leicht angestiegen. Die Kinderbetreuungsangebote im Kleinkindbereich konnten von 256 auf 585 Plätze gesteigert werden. Bei einem angestrebten Versorgungsgrad von 73 Prozent beträgt der derzeitige Fehlbedarf rund 157 Plätze.

    Demgegenüber können mit bereits beschlossenen, aber zum Teil noch nicht umgesetzten Maßnahmen rund 160 Plätze geschaffen werden. Im Bereich der Drei- bis Sechsjährigen ist der statis­tische Versorgungsgrad auf 112 Prozent gestiegen. Insbesondere wurden Ganztagsplätze geschaffen, so dass hier die Versorgung von 40 Prozent auf nun 71 Prozent gewachsen ist. Die Kita-Plätze im Bezirk werden auch von Kindern aus dem Stuttgarter Westen genutzt, da dort ein Mangel an Kita-Plätzen besteht. Außerdem nutzen Berufspendler die Kita-Plätze in Stuttgart-Nord für ihre Kinder, da sich einige Kitas im Einzugsgebiet der S-Bahn-Station Nordbahnhof befinden. Die geplanten großen Städtebauprojekte werden die Kinderzahl steigern und somit den Bedarf an Kita-Plätzen weiter vergrößern.

    Bedingt durch Aufsiedlungen, die in den kommenden Jahren realisiert werden, und durch den Zuzug von Kindern aus Flüchtlingsfamilien steigen die Schülerzahlen seit dem Schuljahr 2013/2014 an. Diese Entwicklungstendenz setzt sich nach den Prognosen weiter fort. Dasselbe gilt für die zwei Gymnasien im Stadtbezirk.

    Die Grund- und Werkrealschule Rosensteinschule hat in den vergangenen Jahren wieder steigende Schülerzahlen zu verzeichnen. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus der Integration von Kindern aus Flüchtlingsfamilien.
    Neben der Freien Waldorfschule am Kräherwald gibt es außerdem noch fünf berufliche Schulen. Alle fünf führen neben zahlreichen anderen Schularten ein Berufliches Gymnasium. Insgesamt gibt es damit im Stadtbezirk ein breit gefächertes Angebot für Abgänger der Realschulen und Gemeinschaftsschulen.
     
Phase 2

Fragen voranmelden

12.09.17 bis 02.10.17

Vom 12. September bis 2. Oktober 2017 konnten Sie konkrete Fragen für die Einwohnerversammlung in Stuttgart-Nord einreichen, oder ihre Unterstützung für bereits eingereichte Fragen von Mitbürgerinnen und Mitbürgern auszudrücken. Alle eingereichten Fragen wurden hier im Portal von der Stadtverwaltung beantwortet.​​​

Bitte beachten Sie, dass nur Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks Stuttgart-Nord an der Online-Befragung teilnehmen konnten.​​​

beendet

Welche Frage(n) möchten Sie auf der Einwohnerversammlung mit der Stadtspitze und der Bezirksvorsteherin besprechen?

Es scheint ein Wochenmarkt an der Mittnachtstr. angedacht zu sein. Wäre es nicht sinnvoller, diesen auf dem Platz hinter der Agentur für Arbeit (Nordbahnhofstr. 32/34) anzusiedeln. Die Anlieferung wäre besser und der Platz scheint genauso viel ...

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Die Führung der Radwege entlang der Rosensteinstr. ist sehr ungeschickt: 1) Im Verlauf der Rosensteinstr. lösen sich benutzungspflichtige Radwege mit freigegebenen Gehwegen ab, die teilweise zu schmal sind. Teilweise entfallen die Radwege oder ...

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Die Stadtbahnhaltestelle „Pragfriedhof“ soll geschlossen werden. Abgesehen von dem vielen Geld, das für den Bau investiert wurde und dann für den Abbau gebraucht werden würde, wäre die Schließung für die Anwohner und Besucher des ...

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Wie steht die Stadt zu einer Außenstelle der Pragschule im Areal Bürgerhospital/AWS, um die zu erwartenden deutlich größeren Schülerzahlen durch den Wohnungsneubau auf dem Areal Bürgerhospital/AWS, auf dem Areal der ehemalige ...

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Jugend und Sport im Neuordnungsareal Bürgerhospital/AWS. Zwischen Staiger-Areal und Pragfriedhof fallen größere Sportflächen unter freiem Himmel (Fußballkleinfeld und Beachvolleyballplatz) dem Wohnungsbau aus Lärmschutzgründen zum Opfer. Die ...

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Im Laufe des Sommers 2017 wurde mehrfach über den seit einigen Jahren bestehenden schlechten Pflegezustand des öffentlichen Grün und die Personal-und Finanzsituation des Garten-, Friedhof- und Forstamtes, in den Zeitungen berichtet. Frage : Was ...

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Die Bundesregierung hat das "Weißbuch Stadtgrün - Grün in der Stadt"veröffentlicht. Sie will damit die Kommunen bei der Stärkung ihrer grünen Infrastruktur unterstützen. Frage: Wie will die Stadt Stgt. die Chancen nutzen, die dieses ...

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Was ist der aktuelle Stand der Planungen zum RosensteinViertel (RSV) als Gesamtheit ? Gibt es einen Zeitplan zu Beginn, Ablauf und Beendigung der Planungen ? Welche Rolle spielt die IBA in den Planungen zum RSV -- Wie und in welchem Umfang, in ...

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Seit Monaten baut die SSB am Treppenaufgang der Stadtbahn zur Killesberghöhe. Warum dauert dies so lange und wann kann mit der Fertigstellung gerechnet werden?

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Auf der Feuerbacher Heide ist ein Wohnpark für Eidechsen geschaffen worden. Wer ist dafür verantwortlich, wer war an der Entscheidung beteiligt? Welche Alternativen sind mit welchem Ergebnis geprüft worden? Für wieviele Eidechsen ist die Anlage ...

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Weitere Phasen ansehen

  • Heißes Eisen Haltestelle Pragfriedhof

    Rege Beteiligung an Einwohnerversammlung in Stuttgart-Nord – Verkehrsthemen und ÖPNV im Fokus

    Rund 300 Bürgerinnen und Bürger waren zur Einwohnerversammlung im Stadtbezirk gekommen. Foto: Ferdinando Iannone
    Rund 300 Bürgerinnen und Bürger waren zur Einwohnerversammlung im Stadtbezirk gekommen. Foto: Ferdinando Iannone
    Vor allem die Belastung durch Verkehr und Lärm und der Erhalt der Stadtbahnhaltestelle "Pragfriedhof" hat die Besucherinnen und Besucher der Einwohnerversammlung in der voll besetzten Sparkassenakademie am 16. Oktober beschäftigt. Ein weiteres Thema war der Wunsch nach dichteren Taktzeiten bei Bussen und Bahnen.
     
    "Stuttgart-Nord ist ein attraktiver Stadtbezirk, der zentrumsnah liegt und trotzdem mit vielen Parks sehr grün ist", sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn. "Viele Stuttgarter kommen gerne hierher, weil der Bezirk eine hohe Aufenthaltsqualität und viele Naherholungsmöglichkeiten bietet. Zudem ist der Norden gut versorgt mit Kitas und hat ein hohes Entwicklungspotenzial was das Wohnen angeht." Der OB verwies darauf, dass es allerdings auch zu viel Verkehr gebe. "Mein Ziel ist es, in Stuttgart 20 Prozent weniger Verkehr auf den Straßen zu haben. Das geht aber nur, wenn der ÖPNV wächst. Zudem haben wir immer noch zu wenig Fahrradwege. Unsere Luft ist belastet, deshalb müssen wir in diesem Bereich etwas tun. Ich hoffe aber, dass wir ohne Fahrverbote auskommen."
     
    Bürgerinnen und Bürger plädierten in der anschließenden Diskussion vehemnent dafür, die Haltestelle "Pragfriedhof" beizubehalten. Durch die künftige Linienführung der U12 mit der neuen Haltestelle "Budapester Platz" fällt die Haltestelle ab Dezember weg. Der OB konnte diesbezüglich den Bürgern keine Hoffnung machen, sagte aber zu, die Wegebeziehungen rund um den Budapester Platz nochmal untersuchen zu lassen.
     
    Zudem beklagten sich Anwohner über die vielen von auswärts kommenden Autofahrer, die im Einkaufszentrum Milaneo shoppen wollen und in den umliegenden Straßen parken. Ein weiteres Problem sind Autofahrer, die den Staus auf der Heilbronner Straße über Schleichwege durch Anwohnerstraßen ausweichen. "Wir versuchen die Rotphasen auf den Ausweichstrecken zu verlängern", sagte Bürgermeister Martin Schairer. "So werden diese für Autofahrer unattraktiv." Kritikpunkte waren zudem die Lärmbelästigungen durch die Bahn bei den Bauarbeiten zu Stuttgart 21 und die Verkehrsprobleme vor der Waldorfschule am Kräherwald. "Die Verkehrssituation vor der Waldorfschule ist jeden Morgen schlimm", betonte Schairer. "Bringen Sie bitte deshalb ihre Kinder nicht alle mit dem Auto zur Schule!"
     
    Andere beklagten das Eidechsenhabitat auf der Feuerbacher Heide. Die Tiere waren dorthin von Bahn-Baustellen für Stuttgart 21 umgesiedelt worden. "Die Mauereidechse ist gesetzlich streng geschützt und daran müssen wir uns halten", betonte Umweltbürgermeister Peter Pätzold. "Wir haben keine andere Fläche gefunden. Im übrigen sind die Tiere auf der Feuerbacher Heide bestens aufgehoben, weil dort schon früher Mauereidechsen gelebt haben."
     
  • Ihre Ansprechpartnerin zur Einwohnerversammlung

    Nina Dreher
    Abteilung Äußere Stadtbezirke
    Telefon:  (0711) 216-60381
    E-Mail:   nina.dreher@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Äußere Stadtbezirke, Koordination und Gremienarbeit
    Rathaus
    Marktplatz 1
    70173 Stuttgart​ ​
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Melanie Buck
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart​