Kaltental ist Teil des Stadtbezirks Stuttgart-Süd. Foto: Jadesphere
Status: beendet

Vorbereitende Untersuchungen in Kaltental

Festlegung eines Sanierungsgebiets in Kaltental

Zeitraum08.12.16 bis 23.06.17
ZielgruppeEinwohnerinnen und Einwohner aus Kaltental
ThemaStadtentwicklung
  • Online-Diskussion
  • Vor-Ort-Termin
  • Bürgerbeteiligung zu den vorbereitenden Untersuchungen

    Kann Kaltental von einem Förderprogramm profitieren und aufgewertet werden? Diese Frage möchte die Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern durch die vorbereitende Untersuchung (VU) klären.

    Der Gemeinderat hat als ersten Schritt Ende 2012 einen Beschluss über die Festsetzung neuer sogenannter Stadterneuerungsvorranggebiete (SVG) gefasst. Ein SVG ist ein Areal, in dem städtebauliche und soziale Begebenheiten nicht mehr heutigen Anforderungen entsprechen und daher in einem zweiten Schritt - der VU - vertieft geprüft werden müssen. Dabei wird auch festgestellt, ob das Gebiet anschließend als Ganzes oder nur zum Teil als Sanierungsgebiet förmlich festgelegt wird. Ziel dabei ist, vorrangig die Bereiche zu bedienen, die bislang noch wenig oder überhaupt nicht von einer Städtebauförderung profitieren konnten.

    Deshalb hat der Ausschuss für Umwelt und Technik des Gemeinderats am 11. Oktober 2016 beschlossen, in Kaltental diese vorbereitenden Untersuchungen nach dem Baugesetzbuch durchzuführen.

    Bürger sind gefragt

    Seit Donnerstag, 8. Dezember 2016 können sich die Bürgerinnen und Bürger einbringen. Dazu fand an diesem Tag im Gemeindesaal der evangelischen Thomaskirche Kaltental ein Informationsabend statt.

    Nach der Auftaktveranstaltung ist im Januar 2017 eine Fragebogenaktion gestartet. Alle im Untersuchungsgebiet ansässigen Eigentümer, Bewohner und Gewerbetreibende erhalten Fragebögen, auf denen sie ihre Anregungen und Ideen zur künftigen Sanierung festhalten können. Dabei werden ausschließlich für die Sanierung relevante Auskünfte erfragt. Der Schutz der persönlichen Daten ist gesichert. Repräsentative Informationen über Gebäudestruktur und Modernisierungsbedarf, den vorhandenen Energiemix sowie die Passgenauigkeit der vorhandenen Angebote sind wichtig, um fundierte Aussagen über mögliche Konzepte der Stadterneuerung erarbeiten zu können. Da die Rücklaufquote bislang gering ist, wurde die Frist zur Rücksendung der Fragebögen wird bis zum 28. Februar 2017 verlängert. Bei Bedarf können die Fragebogen unter der folgenden E-Mail-Adresse angefordert werden: Poststelle.61-8@stuttgart.de.

    Auch hier auf dem Beteiligungsportal gibt es eine kleine Umfrage, bei der alle Einwohner aus Stuttgart-Süd vom 24. Januar bis 28. Februar 2017 abstimmen können.

    Nach Auswertung der Fragebogen werden die Bürger voraussichtlich im Mai/Juni 2017 Gelegenheit haben, in einer offenen Veranstaltung mit den Vertretern des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung und des Büros "die STEG, Stadtentwicklung GmbH" die ersten Erkenntnisse zu diskutieren und weitere Anregungen einzubringen. Die von den Kaltentalern gesammelten und dem Bezirksbeirat übergebenen Ideen werden zusätzlich zu den Erkenntnissen aus der SVG-Analyse im weiteren Verfahren berücksichtigt.

    Stimme der Kinder hat Gewicht

    Stadtteilforscherinnen und Stadtteilforscher gesucht: Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchung sind am 11. April 2017 von 14 bis 17 Uhr alle Kaltentaler Kinder von 6 bis 10 Jahren eingeladen, bei einem Rundgang den Erwachsenen "ihren" Stadtteil zu erklären und Verbesserungsvorschlage zu machen. Die Anregungen und Ideen fließen in die vorbereitenden Untersuchungen mit ein. Treffpunkt ist an der Grundschule Kaltental. Die Ergebnisse der Rundgänge werden am 12. Mai 2017 von 15 bis 16.30 Uhr durch das beauftragte Büro, die STEG, den Kindern vorgestellt und mit ihnen besprochen.

    Die Kinderbeteiligung wird vom Jugendamt in Kooperation mit dem Schülerhaus der Grundschule Kaltental und dem Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen organisiert und durchgeführt.

    Weitere Informationen gibt es beim Jugendamt unter Telefon 216-57716.

  • Schwerpunkte im Untersuchungsgebiet

    Das Stadterneuerungsvorranggebiet (SVG) in Kaltental erstreckt sich im Wesentlichen als schmaler Streifen entlang der Böblinger Straße und bezieht lediglich einen kleinen Teil des alten Ortskerns mit ein. Für die vorbereitende Untersuchung wurde das Gebiet um weitere Bereiche westlich und östlich der Böblinger Straße - katholischer und evangelischer Berg - erweitert, damit ein umfassenderer Blick auf die Mängel und Bedarfe möglich ist.

    Im Gebiet überwiegt die Wohnnutzung, beiderseits der Böblinger Straße findet sich eine gemischte Struktur mit Wohn- und gewerblichen Nutzungen. Im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Kaltental gibt es einzelne Einzelhandels- und Nahversorgungsangebote.

    Aus den Erkenntnissen in der SVG-Analyse lassen sich folgende Untersuchungsthemen definieren:

    • Städtebauliche Neuordnung und Aufwertung der Ortseingangsbereiche
    • Qualitative Verbesserungen entlang der Böblinger Straße, sowohl in Bezug auf die Nutzung als auch die Gestaltung der Grundstücke
    • Verbesserung der Querungsmöglichkeiten entlang der Böblinger Straße sowie verbesserte Erreichbarkeit der Wohnquartiere auf dem katholischen bzw. evangelischen Berg
    • Aufwertung und Gestaltung von öffentlichen Freiflächen und von vorhandenen kleineren Platzbereichen
    • Modernisierung der Bausubstanz und Anpassung der Wohnungsbestände an heutige Wohnbedürfnisse

    Aufgaben der vorbereitenden Untersuchungen

    Im gesamten Untersuchungsbereich sind aus der SVG-Analyse städtebauliche und sozioökonomische Defizite erkennbar. Es muss daher geprüft werden, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Qualität des Gebiets insgesamt zu verbessern. Um feststellen zu können, ob dabei Missstände und Mängel vorhanden sind, die die Durchführung eines Sanierungsverfahrens rechtfertigen, ob diese durch ein Sanierungsverfahren auch behoben werden können und welche Maßnahmen hierfür erforderlich sind, müssen nach dem Baugesetzbuch diese vorbereitenden Untersuchungen durchgeführt werden. Sie sind Voraussetzung für die Aufnahme in ein Programm der Städtebauförderung. Es ist vorgesehen, den Antrag dazu für das Programmjahr 2018 zu stellen.

    Mit der Untersuchung wurde seitens des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung das Büro "die STEG, Stadtentwicklung GmbH" beauftragt. Die vorbereitenden Untersuchungen sollen sich auch auf mögliche nachteilige Auswirkungen erstrecken, die sich für die Sanierungsbetroffenen in ihren persönlichen Lebensumständen ergeben können.
  • Gebiet der vorbereitenden Untersuchung

    Im Luftbild sind die Grenzen des Stadterneuerungsvorranggebiets rot und hellblau markiert. Foto: Stadt Stuttgart
    Im Luftbild sind die Grenzen des Stadterneuerungsvorranggebiets rot und die Grenzen des Gebiets für die vorbereitenden Untersuchungen hellblau markiert. Foto: Stadt Stuttgart


Phase 2

Umfrage

24.01.17 bis 28.02.17

In Kaltental haben die vorbereitenden Untersuchungen für ein künftiges Sanierungsgebiet begonnen. Alle Grundstückseigentümer, Haushalte und Betriebe im Untersuchungsgebiet haben Fragebögen erhalten. Ziel ist es, möglichst umfassende Informationen, Vorschläge und Wünsche zu Kaltental zu gewinnen.

An einer weiteren Umfrage zur Zukunft Kaltentals konnten hier auf dem Portal vom 24. Januar bis 28. Februar 2017 alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtbezirk Stuttgart-Süd teilnehmen, auch wenn sie nicht unmittelbar im Untersuchungsgebiet leben.

beendet

Umfrage zur Zukunft Kaltentals

  • mehr offene/öffentliche Freiflächen, z.B. Grünfläche/Park, Spielflächen, Sitzgelegenheiten.
  • mehr straßenbegleitendes Grün.
  • mehr Parkplätze.
  • eine "lebendige Ortsmitte" - mit Cafe/Restaurants usw.
  • bessere Kontakte zum jeweils anderen Hügel, z.B. über gemeinsame Veranstaltungen.
  • dass das Wohnumfeld sich nicht verändert.
  • halte ich für ausreichend auf dem evangelischen Hügel.
  • halte ich für ausreichend auf dem katholischen Hügel.
  • sollten auf beiden Hügeln gestärkt werden.
  • sollten entlang der Böblinger Straße angesiedelt werden.
  • sollten einen Lieferdienst anbieten.
  • interessiert mich nicht; ich kaufe außerhalb ein.
Hier können Sie Ihren Text eingeben.
  • ist ausreichend.
  • sollte mit alternativen Mobilitätsangeboten an den Stadtbahnhaltestellen erweitert werden.
  • sollte mit einer Verbindung auf die beiden Hügel ausgeweitet werden.
Hier können Sie Ihren Text eingeben.
Hier können Sie Ihren Text eingeben.
  • Es sollte mehr (auch generationenübergreifende) Begegnungsmöglichkeiten geben.
  • Es sollte mehr KiTa-Plätze und Ganztagesbetreuung geben.
  • Es sollten mehr Angebote und Treffpunkte für Jugendliche und Kinder geben.
  • Das Angebot halte ich für ausreichend.
Hier können Sie Ihren Text eingeben.
  • bis 13 Jahre
  • 14 bis 25 Jahre
  • 26 bis 40 Jahre
  • 41 bis 65 Jahre
  • 65 Jahre und älter
  • männlich
  • weiblich
  • Stuttgart-Süd, im Bereich des Untersuchungsgebiets
  • Stuttgart-Süd, bis 500 Meter Entfernung vom Untersuchungsgebiet
  • Stuttgart-Süd, mehr als 500 Meter Entfernung vom Untersuchungsgebiet

Weitere Phasen ansehen

  • Letzter Schritt auf dem Weg zum Sanierungsgebiet Kaltental

    Die Frage, wie Kaltental von einem Förderprogramm profitieren und aufgewertet werden kann, hat die Stadtverwaltung in einer vorbereitenden Untersuchung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils im letzten halben Jahr diskutiert.

    Nach der Auftaktveranstaltung am 8. Dezember 2016, einer schriftlichen Umfrage sowie einer Onlineumfrage hatten Interessierte und Anwohner am 22. Juni 2017 bei der Abschlussveranstaltung zur vorbereitenden Untersuchung in Kaltental noch einmal Gelegenheit, die bisher gesammelten Erkenntnisse zu diskutieren und weitere Anregungen einzubringen. Durch den Abend führten Bezirksvorsteher Raiko Grieb, Altraut Schiller als Vertreterin des Amtes für Stadtplanung und Stadterneuerung sowie Mitarbeiter des Büros „die STEG, Stadtentwicklung GmbH".

    Viele Rückmeldungen und Anregungen

    Zu Beginn des Workshops stand zunächst die Auswertung und Analyse der Umfrageergebnisse. Dabei hat sich gezeigt, dass rund 36 Prozent der Eigentümer im Untersuchungsgebiet an der schriftlichen Umfrage teilnahmen und 24 Prozent auch Kritik und Wünsche äußerten. Die STEG war zufrieden, da Qualität und Anzahl der Rückmeldungen im Vergleich zu ähnlichen Verfahren gut sei. Neben der schriftlichen Umfrage, der Onlineumfrage mit 93 Teilnehmern und der ersten Veranstaltung hatten auch Kinder erstmalig die Möglichkeit bei einer vorbereitenden Untersuchung, ihre Sicht der Dinge zu äußern.

    Es stellte sich heraus, dass die Einwohner die Nähe Kaltentals zu Waldgebieten positiv bewerten, jedoch bei den Themen Verkehr und Lärmbelastung Nachholbedarf sehen. In punkto Qualität der Nahversorgung und vorhandener Einkaufsmöglichkeiten sind einige zufrieden, die Mehrheit befürwortet aber Verbesserungen in diesem Bereich. Als grundsätzliches Problem sehen die meisten die faktische Teilung des ohnehin schon auf zwei Hügeln gelegenen Stadtteils durch die Böblinger Straße mit der integrierten Stadtbahntrasse.

    Nach der Analyse ging es in die Diskussion, mit dem Ziel bereits vorhandene Ideen zu ergänzen und Prioritäten zu setzen. Die Teilnehmer besprachen an Stellwänden und in kleinen Gruppen etwa die Idee einen möglichen Kreisverkehr am Eingang Kaltentals zu errichten oder wie das AWS-Gelände direkt an der Böblinger Straße zukünftig genutzt werden könnte. Alle Vorschläge wurden nochmals festgehalten und sollen Eingang in den Antrag für ein mögliches Sanierungsgebiet Eingang finden.

    So geht es weiter!

    Die Ergebnisse der gesamten Untersuchung sollen im September 2017 im Bezirksbeirat Stuttgart-Süd präsentiert werden und im Oktober 2017 dann der Antrag auf Aufnahme in ein Förderprogramm gestellt werden. Die Mitteilung, ob Kaltental Aufnahme in das Sanierungsprogramm findet, erwartet die Stadtverwaltung im ersten Halbjahr 2018. Danach kann das Sanierungsgebiet durch einen Gemeinderatsbeschluss förmlich festgelegt werden und die Sanierung nach und nach beginnen.

    Laden Sie sich hier das detaillierte Protokoll der Abschlussveranstaltung herunter:

  • Ihre Ansprechpartnerin zur vorbereitenden Untersuchung in Kaltental

    Altraut Schiller
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Telefon:  (0711) 216-20322
    Mail:      altraut.schiller@stuttgart.de

    Adresse:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Graf-Eberhard-Bau
    Eberhardstraße 10
    70173 Stuttgart
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Melanie Buck
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:  (0711) 216-91806
    Mail:      stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:  (0711) 216-91813
    Mail:      stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Adresse:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart​