• Rosenstein: Ideen für ein neues Quartier

    Ideen zur Gestaltung des Rosenstein-Quartiers soll ein internationaler Wettbewerb einholen. 2018 sollen Architekten, Städte- und Landschaftsplaner ihre Vorstellungen einreichen. Daran anschließend sollen Wettbewerbe für Teilgebiete bzw. Architektenwettbewerbe stattfinden, damit der Bebauungsplan Ende 2021 fertig sein kann.

    Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat am Dienstag, 24. Oktober, die Verwaltung damit beauftragt, dies vorzubereiten. Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold sprach von einem "großen Arbeitspaket" für Verwaltung, Rat und Bürgerschaft.

    Durch den Umbau des Bahnhofs entfallen Gleise und weitere bauliche Anlagen. Dies ermöglicht es der Stadt, rund 85 Hektar nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Damit sie das neue Viertel bauen kann, drängt sie auf zügige Fertigstellung des Infrastrukturprojekts – konkret auf die Freiräumung des Gleisvorfeldes.

    Das Rosenstein-Quartier soll ein zukunftsweisend werden. Bei der geplanten Internationalen Bauausstellung (IBA) sollen 2027 Konzepte und Ideen zur Zukunft der Stadt und Region entwickelt und beispielhafte Projekte auch im Rosenstein angestoßen werden. Dabei sollen sich im neuen Quartier auch die Wünsche der Bürger wiederfinden, wie sie bei der informellen Bürgerbeteiligung geäußert wurden. Im Vordergrund stehen die deutliche Erweiterung des Schlossgartens und die Schaffung von 7500 bezahlbaren Wohnungen. Den Weg soll der Ideenwettbewerb 2018 weisen. Die Stadt erhofft sich ein Zukunftsbild, das den Städtebau, die Programmatik und den Prozess der weiteren Gestaltung aufzeigt. Das Ergebnis soll Fragen beantworten zu einer geeigneten Parkerweiterung, innovativer Infrastruktur und kulturellen Einrichtungen.
     
    Den Auftakt für das Viertel soll ein neues Kulturquartier bilden. Auf der Fläche direkt hinter dem Tiefbahnhof bietet sich die einmalige Chance für mehrere öffentliche kulturelle Nutzungen, wie ein neues Kongresszentrum, ein Konzerthaus und ein neues Lindenmuseum/Haus der Kulturen. Mit der Umgestaltung des Arnulf-Klett-Platzes/Schillerstraße soll ein adäquates Vorfeld für den Hauptbahnhof entstehen, das Innenstadt, Königstraße, Hauptbahnhof und Rosenstein-Quartier verknüpft. Für den Bereich ist ebenfalls ein Wettbewerb vorgesehen.

    Verwaltung und Rat legen Wert darauf, dass der Prozess weiterhin von vielen Akteuren getragen wird. Deswegen sollen Bürger, den Fortgang nachvollziehen und sich auch einbringen können. Dazu will die Verwaltung geeignete Beteiligungsformate erarbeiten. Baustein dabei ist eine „Marke Rosenstein“, die das Zukunftsbild Rosenstein nach außen vermittelt und damit Akzeptanz erzeugt.

    Der Ausschuss unterstützte bei zwei Gegenstimmen den weiteren Ablauf. Der Gemeinderat soll am 16. November abschließend darüber beraten.