Energiekonzept: OB Kuhn diskutiert mit Umweltverbänden
Nahezu einheitlich sprachen sich die Verbände für einen stärkeren Ausbau von Blockheizkraftwerken aus, die Strom und zugleich Wärme produzieren. Angesprochen auf die Rolle der Stadtwerke bei der Energiewende, erklärte OB Kuhn: "Sie sind der entscheidende Motor bei der Umsetzung der Energiewende." Manfred Niess vom Klima- und Umweltbündnis Stuttgart (KUS) nahm auch die Bürger in die Pflicht, in dem er eine "Bürgerenergiewende" forderte. "Die Energiewende wird von vielen eher als Risiko gesehen, dabei ist sie eine riesige Chance für uns alle. Die Stadt muss das Bewusstsein der Bürger weiter stärken und als Landeshauptstadt positiv vorangehen."
Stadt will Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent reduzieren
Basis des Energiekonzepts "Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart" ist die Verpflichtung der Stadt Stuttgart, den Erfordernissen des europäischen Energie- und Klimaschutzpakets gerecht zu werden. Dazu ist im Vergleich zum Referenzjahr 1990 der Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren und der Anteil der erneuerbaren Energien an der Energiebereitstellung auf 20 Prozent zu erhöhen. Die Umgestaltung der Energienutzung soll in drei Schritten erfolgen: Nach der Reduzierung des Energieverbrauchs in den Bereichen Wärme und Strom soll die Energieeffizienz gesteigert werden. Danach folgt der Bau von Anlagen auf Basis von erneuerbaren Energien.