Die Grafik zeigt das Teilgebiet C1. Grafik: Stadt Stuttgart
Stadtweit

IBA'27: Stuttgart Rosenstein - Die Maker-City

Aufstellung eines Bebauungsplans

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 07.05.2021 bis 07.06.2021
vsl. Umsetzung: noch offen
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

formelle Beteiligungformelle Beteiligung
beendet

Ein Experimentierfeld für die IBA'27 und Stuttgart Rosenstein

Stuttgart Rosenstein ist eines der wichtigsten Projekte für die Stadtentwicklung Stuttgarts. Erster Baustein dieses größten städtebaulichen Vorhabens der Landeshauptstadt ist ein Gebiet rund um den Nordbahnhof, das als Teilgebiet C1 bezeichnet wird. Hier soll in Zukunft die Maker-City entstehen. Möglich macht das die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens Stuttgart 21 -Teilgebiet C1- das auch die Zwischennutzung für eine Interimsoper vorsieht. Darüber hinaus dient die Maker-City als Experimentierfeld für Stuttgart Rosenstein und soll als eines von mehreren städtischen IBA'27-Projekten bis 2027 realisiert werden.Die städtebauliche Planung für dieses Gebiet findet parallel zu der Rahmenplanung für Stuttgart Rosenstein statt und wird auch mit dieser in Einklang gebracht.
 
Nach der nahezu abgeschlossenen Bebauung im Teilgebiet A1 des Städtebauprojekts Stuttgart 21 sollen nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung des Teilgebiets C1 geschaffen werden.
 
Die Idee ist, auf der Teilfläche C1 ein Quartier mit neuen ökologisch‐sozialen Wohnformen und gemischter Nutzung zu errichten. In Anlehnung an den aus seiner Historie heraus kulturell geprägten Ort soll ein produktives Stadtquartier entwickelt werden: Neben den Ateliers der bereits ansässigen Kunst‐ und Kulturschaffenden können Handwerksbetriebe und Einrichtungen für die Bereiche Entwicklung, Forschung, Bildung und Freizeit entstehen – und dazu beitragen, dass die Maker City ein lebendiges und vielfältiges Viertel wird. Darüber hinaus besteht mit diesem Teilprojekt von Stuttgart Rosenstein die Chance, einen Innovationshub in der Stadtregion Stuttgart zu entwickeln und damit nicht nur für den gesamten künftigen Stadtteil zum Vorbild zu werden, sondern weit über seine Grenzen hinaus.

Die Planungen für das Umfeld der Wagenhallen orientieren sich an den Ergebnissen des internationalen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein. Zudem soll im Gebiet C1 eine modulare Ausweichspielstätte für die Württembergischen Staatstheater entstehen. Die Ausweichspielstätte der Oper mit ihrem differenzierten Raumprogramm von Büros über Werkstätten bis hin zu Probe‐ und Aufführungsräumen ist damit nahezu archetypisch für das Konzept der Maker City und legt die Grundlage für den bunten Mix verschiedener Nutzungen. Teile der Gebäude der Interimsspielstätte sollen nämlich im Sinne dieser Maker City eine Nachnutzung erfahren. Auch das Aufeinandertreffen von Hochkultur und Subkultur birgt für beide Seiten die Chance zur Symbiose.
 

Ziele

Stuttgart Rosenstein soll insgesamt zu einem urbanen Stadtteil mit hoher Nutzungsvielfalt, attraktiven öffentlichen Räumen, identitätsstiftenden Orten und international angesehenen kulturellen Angeboten ausgebaut werden. Gleichzeitig soll die Gelegenheit genutzt werden, im Rahmen der IBA StadtRegion Stuttgart 2027 entstehende Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Die stufenweise Realisierung des Bahn- und Städtebauprojekts wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Es ergibt sich ein Bauflächenpotenzial für die nächsten Jahre und Jahrzehnte, das mannigfaltige Entwicklungsmöglichkeiten für das Wohnen und Arbeiten in der Innenstadt bietet.

Als gliedernde Elemente dienen Grünfugen im Bereich der gegenwärtigen Gäubahntrasse (Panoramastrecke) sowie zwischen der Fachwerkbrücke über den Nordbahnhof in südlicher Richtung zum Deportationsmahnmal. Die Panoramastrecke dient weiterhin dem Schienenverkehr und ergänzt durch einen neuen Halt im Gewerbegebiet an der Presselstraße einen Umstiegspunkt auf S- und Stadtbahn. Die Maker-City soll:
  • ein urbanes Labor sein. Sie ist ein Ort für radikale Nutzungsmischung — ein Ort des gemeinsamen Entwickelns, Erfindens und Produzierens. Die Bebauung soll dabei modular, flexibel, innovativ, leicht und experimentierfreudig in Holzbauweise errichtet werden.
  • Klima und Natur integrieren. Sie ist ein Labor für Vereinbarkeit von dichter Stadtentwicklung, alternativen Ökonomien und Ökologie.
  • ein Ort der Gemeinschaft sein: Ein Stadtquartier für alle Menschen. Die Maker City bietet Raum, kreative und innovative Vorstellungen vom Leben und Arbeiten in Gemeinschaften zu verwirklichen.
  • Synergien zwischen dem Interim für Oper und Ballett mit seinen Produktionsstätten und den bestehenden kulturellen Nutzungen.
 

Wohnen und Leben in der Maker-City

In überschaubaren Nachbarschaften mit eigenem Quartiersplatz und einem hybriden Hub, werden Nahversorgung, soziale Infrastruktur, neue Mobilität, Energiezentrale und urbane Stoffströme auf nachhaltige Weise gebündelt. Die Maker-City bietet damit großes Potenzial für eine vielfältige Nutzungsmischung aus Gewerbe, Kreativwirtschaft, Kultur und Wohnen. Eine weitere Neuerung bieten die sogenannten "Aurazonen" in Erdgeschossen, die von den jeweiligen Bewohnern und Nutzern bespielt werden und damit die Grenze zwischen öffentlich und privat neu definieren.
 
Die modulare Bebauung mit vielfältigen Öffnungen und Höhenstaffelungen im Inneren ermöglicht unterschiedlichste Wohnformen. Dabei werden nicht nur die räumlichen Beziehungen gestärkt, auch die soziale Durchlässigkeit innerhalb der Nachbarschaften wird erhöht. Die Vegetation der Höfe und Plätze schafft eine blockübergreifende Verbindung. Begrünte Dachflächen, Gemeinschaftsgärten und Urban Gardening verbessern das Stadtklima und reduzieren die Bodenversiegelung auf ein Minimum.
 

Kreativquartier in nachhaltiger Bauweise

Neben Neubauprojekten und Hochkultur soll die Maker-City ebenfalls Raum für informelle Subkultur bieten. Für kreatives Potenzial in der Stadt müssen Flächen und Räume für Subkultur sowohl geschützt, als auch neu geschaffen werden. Impulsgeber für das Kreativquartier bilden die Wagenhallen. Auf einem neu geschaffenen Platz kann hier die Interimsoper verwirklicht werden.

In der Maker-City wird gewohnt, gearbeitet und getüftelt. Passend dazu ist die Bebauung in Holzbauweise geplant. Diese modulare Bauweise steht beispielhaft für den innovativen und experimentierfreudigen Stadtteil. Generationenübergreifend können Bedürfnisse durch den flexiblen und abwechslungsreichen Städtebau erfüllt werden: Mit vielfältigen Kulturangeboten, der Nutzung von identitätsstiftenden (Bahn-)Bauwerken und Orten sowie dem Erhalt von temporär oder dauerhaft nutzungsoffenen Flächen kann langfristig auf sich ändernde Interessen reagiert werden.
Phase 3

Weitere Bürgerbeteiligung

Termine noch offen

Über weitere Beteiligungen infomieren wir Sie hier auf dem Portal, sobald Termine oder Zeiträume feststehen.

Phase 2

Erörterungstermin

18.05.2021

Die Öffentlichkeit wurde am 18. Mai 2021 um 16 Uhr aufgrund der geltenden Vorschriften während der Corona-Pandemie online unter https://meet.stuttgart.de/7MuoDZOYjrdgh über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung informiert. Darüber hinaus wurden die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung vorgestellt. Hierbei bestand die Gelegenheit für Bürgerinnen und Bürger, sich zu äußern und das Thema zu erörtern.

Phase 1

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung

07.05.2021 bis 07.06.2021

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung werden die Unterlagen zum Bebauungsplan vom 7. Mai bis 7. Juni 2021 während der Öffnungszeiten im Amt für Stadtplanung und Wohnen (barrierefreier Zugang über die Töpferstraße) in der Eberhardstraße 10 öffentlich ausgelegt und können dort nach vorheriger Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0711 216-20029 eingesehen werden. Die Unterlagen können auch im Internet unter www.stuttgart.de/planauslage unter "Aktuelle Planauslage" abgerufen werden.

Ihr Ansprechpartner zum Vorhaben

Benjamin Gab
Amt für Stadtplanung und Wohnen
Telefon: (0711) 216-20165
E-Mail:  benjamin.gab@stuttgart.de

Anschrift:
​Landeshauptstadt Stuttgart
Amt für Stadtplanung und Wohnen
Eberhardstraße 10
70173 Stuttgart

Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

Jan Minges
Abteilung Kommunikation
Telefon:    (0711) 216-91813
Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

Oliver Seibold
Abteilung Kommunikation
Telefon:    (0711) 216-91780
Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

Anschrift:
Landeshauptstadt Stuttgart
Abteilung Kommunikation
Rathauspassage 2
70173 Stuttgart