Im Schrägluftbild zeigt die Areale der AWS und des Bürgerhospitals. Foto: Stadt Stuttgart
Stadtweit

Neuordnung der Areale Bürgerhospital und AWS

Information und Diskussion

ThemaStadtentwicklung
Zeitraum30.10.15 bis 31.12.18
Zielgruppealle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligung
offen
  • Engagieren Sie sich in der Projektbegleitgruppe!

    Im Anschluss an die erfolgreich durchgeführte Bürgerwerkstatt zur Neuordnung der Areale Bürgerhospital und AWS ist der kontinuierliche Bürgerdialog gestartet und wird in einer Projektbegleitgruppe fortgeführt, deren ehrenamtlicher Koordinator Wolf Dieter Dallinger ist. Engagierte Bürgerinnen und Bürger sind jederzeit zum Mitmachen eingeladen. Auskunft und Antworten auf Fragen gibt Wolf Dieter Dallinger per Mail unter buergerwerkstatt@dallinger.de.

    Außerdem informiert das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung per Mail über die neuesten Entwicklungen des Projekts. Wer in den Verteiler der "BürgerInfo" aufgenommen werden möchte, wendet sich an Johannes Dörle: johannes.doerle@stuttgart.de.

  • Neuordnung der Areale Bürgerhospital und AWS

    Mit der Verlagerung des Klinikbetriebs vom Bürgerhospital an andere zentrale Krankenhausstandorte in Stuttgart, ergeben sich für Stuttgart-Nord einmalige städtebauliche Chancen. In zentraler, innenstadtnaher Lage können rund 3,9 Hektar Fläche neu genutzt werden. Das gegenüberliegende Areal des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart mit rund einem Hektar wird durch seine geplante Verlagerung des Standorts in Zukunft ebenfalls frei für eine Neuentwicklung.

    500 Wohneinheiten sollen entlang der Türlenstraße neu entstehen. Zusätzlich sind - in untergeordnetem Umfang - Flächen für Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe vorgesehen. Der ehemalige Patientengarten soll erhalten und in einen öffentlichen Park umgewandelt werden. Geplant ist, die sogenannte "Art der baulichen Nutzung" entweder als "Allgemeines Wohngebiet" oder als "Mischgebiet" festzulegen. Denkmalgeschützte und erhaltenswerte Bausubstanz soll grundsätzlich erhalten und umgenutzt werden.

    Eine neue Mitte für den Norden

    Zusammen mit Flächenanteilen für geförderten Wohnungsbau und für Baugemeinschaften soll ein von verschiedenen Generationen gemischt genutztes, familienfreundliches und ökologisch ausgerichtetes Wohnquartier entstehen. Bei entsprechender Eignung und programmatischer Ausrichtung können auch Baugenossenschaften berücksichtigt werden. Ergänzt werden soll die Wohnbebauung durch Kinderbetreuungseinrichtungen. Öffentliche Sondernutzungen (beispielsweise ein Bürgerhaus oder ein Stadtteil- und Familienzentrum) sowie die öffentliche Parkanlage sollen eine neue Quartiersmitte erschaffen, wie sie im Norden bislang gefehlt hat. Im Zusammenhang mit der Quartiersentwicklung soll außerdem ein nachhaltiges Energie- und Mobilitätskonzept erarbeitet werden. Wertgebende Bäume und Baumgruppen sollen erhalten werden. Die Stadt verfolgt das Ziel, mit der städtebaulichen Neugestaltung den öffentlichen Raum spürbar aufzuwerten und den Stadtbezirk Stuttgart-Nord nachhaltig zu stärken.

    Um diese Überlegungen zu ermöglichen, muss neben dem Planungsrecht auch der Flächennutzungsplan angepasst werden. Dafür wurde bereits am 20. Oktober 2015 ein erster Aufstellungsbeschluss gefasst.

    Die Meinung der Bürger spielt eine wichtige Rolle

    Die Bürgerwerkstatt am 23. April 2016 hat rund 60 Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit geboten, ihre Vorstellungen von Wohnen und Arbeiten, Grün- und Freiraumgestaltung, sowie Konzepte für Soziales und Mobilität einzubringen.

    Zuvor konnten bis zum 30. November 2015 die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung sowie deren voraussichtliche Auswirkungen öffentlich eingesehen und schriftlich kommentiert werden. Zusätzlich hatte das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung bereits am 20. November 2015 zu einem Informations- und Diskussionsabend in den Gemeindesaal St. Georg eingeladen.

    Auch bei den noch folgenden Arbeitsschritten ist eine Beteiligung der Bürger geplant. Sobald die Termine für weitere Beteiligungsmöglichkeiten feststehen, informieren wir Sie hier unter dem Reiter "Teilnehmen".

    Engagierte Bürgerinnen und Bürger sind auch jetzt schon jederzeit zur Mitarbeit in der Projektbegleitgruppe (siehe oben) eingeladen.

Phase 1

Öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen und Erörterungstermin

30.10.15 bis 30.11.15

Vom 30. Oktober bis zum 30. November 2015 konnten alle Bürgerinnen und Bürger die Unterlagen, die die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planungen rund um das Areal Bürgerhospital sowie die voraussichtlichen Auswirkungen beschreiben, öffentlich einsehen.

Am 20. November 2015 informierte das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung bei einem Erörterungstermin über das Projekt.

Phase 2

Bürgerwerkstatt

23.04.16 bis 23.04.16

Am Samstag, den 23. April 2016 hat die Stadt Stuttgart alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer halbtägigen Bürgerwerkstatt ins Gemeindezentrum St. Georg eingeladen. Vorab konnten Interessierte um 13:00 Uhr an einem Rundgang durch das Areal vom Bürgerhospital bis zum Gelände der Service Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) teilnehmen.

Die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt wurden am 30. Mai 2016 im Bezirksbeirat Stuttgart-Nord präsentiert.

Phase 3

Kontinuierlicher Bürgerdialog

Die Bürgerwerkstatt am 23. April gab den Startschuss für einen kontinuierlichen Bürgerdialog. Er bietet den Bürgerinnen und Bürgern während des weiteren Entwicklungsprozesses die Möglichkeit, planungsbegleitend spezifische Themen zu diskutieren und Anregungen in die Planung einzuspeisen. Dabei sind bürgerschaftliche Initiative und Engagement gefragt!

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen!

  • Ergebnis des städtebaulichen Ideenwettbewerbs

    Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, hat am Dienstag, 28. März, den Siegerentwurf des städtebaulichen Ideenwettbewerbs für die Areale Bürgerhospital und Abfallwirtschaft Stuttgart AWS und Umgebung Stuttgart-Nord vorgestellt. Gewonnen hat das Stuttgarter Büro Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Markus Müller hat dies in seiner Sitzung am 27. März entschieden.

    Das Preisgericht hat den Entwurf ausgewählt, weil "die städtebauliche Grundidee aus den identitätsstiftenden Bestandsbausteinen qualitätsvoll entwickelt wurde. Fünf- und sechsgeschossige Bauten im nördlichen Bereich des Bürgerhospitals lassen großzügige Freiräume entstehen. Dies ist auch eine richtige Antwort auf den kraftvollen Bau des Bürgerhospitals. Im Anschluss daran sitzt die räumliche Fuge an der richtigen Stelle und verknüpft die Mönchhaldenstraße optisch mit der Türlenstraße". Bürgermeister Pätzold sagte: "Der Siegerentwurf schafft ein lebendiges und vielfältiges Wohnquartier, das den öffentlichen Raum aufwertet. Der Stadtbezirk wird dadurch nachhaltig gestärkt, wie wir uns das gewünscht haben. Gleichzeitig werden zeitgemäße Wohnformen wie Baugemeinschaften und geförderter Wohnraum ermöglicht."
     
    Hervorgehoben hat die Jury die Bebauung in der Tunzhofer Straße, die "eine gute Ergänzung der gegenüber liegenden Bebauung mit den denkmalgeschützten Fassaden ist und an der nordöstlichen Seite auch den 'Patientengarten' räumlich fasst". Der Tunzhofer Platz erfahre eine Aufwertung und Belebung durch die Gebäudeform und die vorgesehenen Nutzungen. Die westliche Platzkante werde durch ein siebengeschossiges Eckgebäude gebildet und gestärkt. Das dahinter liegende Gebiet integriere den Pferdestall als Spiel- und Aktivitätshaus gut in die städtebauliche Figur, die sich nach Westen hin folgerichtig auflöse. "Eine drei- und eine viergruppige Kita tragen zur Lebendigkeit dieses Teilquartiers bei", heißt es weiter in der Jurybegründung.

    Entwicklungspotenzial sah die Jury hingegen noch in den Blockrandbebauungen, die sich zu einem Mittelpunkt hin auflösen und in Form von Stadtvillen "die Blockstruktur entwerten und nicht die gewünschten unterschiedlichen Wohnqualitäten schaffen". Gewünscht hat sich die Jury auch eine vielseitigere Nutzung mit mehr öffentlich angebotenen Zonen im Bereich des Bettenhauses Bürgerhospital, die den 'Patientengarten' einbeziehen. Im Entwurf beschränkt sich die Nutzung auf die Kitas. Insgesamt liefere der Entwurf "einen guten städtebaulichen Beitrag, der der Charakteristik des Ortes gerecht wird und ablesbare Teilquartiere schafft, die über qualifizierte Freiräume verknüpft sind", so die Jury.

    Die Wettbewerbsaufgabe

    Durch die Verlagerung der städtischen Klinik "Bürgerhospital" wird das 3,9 Hektar umfassende Krankenhausareal frei für neue Nutzungen. Das gegenüberliegende Areal des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart mit rund einem Hektar wird durch seine geplante Verlagerung des Standorts in Zukunft ebenfalls frei für eine Neuentwicklung. Beide Flächen sollen sukzessive als Wohnungsbauschwerpunkt mit hohen Anteilen an gefördertem Wohnungsbau entwickelt werden. Dabei sind vor allem auch die Bedarfe an sozialer Infrastruktur zu berücksichtigen.

    Durch den Wettbewerb sollte ein realisierungsfähiges Städtebau- und Freiraumkonzept für die Areale Bürgerhospital, AWS und den direkt umgebenden öffentlichen Raum entwickelt werden, das dem neuen Quartier einen eigenständigen urbanen Charakter verleiht und in die Gesamtstrukturen des Stadtteils einfügt. Mit der städtebaulichen Neugestaltung soll der öffentliche Raum spürbar aufgewertet und der Stadtbezirk Stuttgart-Nord nachhaltig gestärkt werden.

    Entlang der Türlenstraße sollen 500 Wohneinheiten neu entstehen. Zusätzlich sind Flächen für Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe vorgesehen. Der ehemalige Patientengarten soll in einen öffentlichen Park umgewandelt werden. Denkmalgeschützte und erhaltenswerte Bausubstanz sollte grundsätzlich erhalten und umgenutzt werden. Öffentliche Sondernutzungen wie ein Bürgerhaus, ein Stadtteil- und Familienzentrum und die öffentliche Parkanlage sollen eine neue Quartiersmitte erschaffen, wie sie im Norden bislang gefehlt hat. Prägnante Bäume und Baumgruppen sollten erhalten werden. Außerdem war ein nachhaltiges Energie- und Mobilitätskonzept zu entwickeln.

    Bürgerbeteiligung

    Zur Neugestaltung des Areals hatten rund 60 Bürgerinnen und Bürger in einer Bürgerwerkstatt am 23. April 2016 ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen von Wohnen und Arbeiten, Grün- und Freiraumgestaltung, sowie Konzepte für Soziales und Mobilität eingebracht. Eingeladen hatten dazu das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung.

    Mit der Gründung einer bürgerschaftlich organisierten Projektbegleitgruppe startete im Anschluss an die Bürgerwerkstatt ein kontinuierliche Bürgerdialog. Nach Vorlage des Wettbewerbsergebnisses sollen die Bürgerinnen und Bürger themenbezogen in die weitere Planung einbezogen werden. Mit einem Infobrief per E-Mail informiert das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung in unregelmäßigen Abständen über die neuesten Entwicklungen des Projekts.


    Platzierungen und Anerkennungen

    Den zweiten Platz belegte das Büro Hirner und Riehl, Architekten und Stadtplaner Partner aus München in Zusammenarbeit mit Lex Kerfers Landschaftsarchitekten. Den dritten Rang belegte das Büro asp UMnet GmbH & Co. KG aus Stuttgart in Kooperation mit Köber Landschaftsarchitektur, den vierten Rang mit Anerkennung erzielte das Büro Thomas Schüler Architekten Stadtplaner in Arbeitsgemeinschaft mit faktorgrün und den fünften Rang mit Anerkennung belegte das Büro Ackermann + Raff GmbH & Co. KG. in Arge mit g2-Landschaftsarchitekten.

    Der Wettbewerb war mit insgesamt 67.000 Euro dotiert. Der Gewinnerentwurf erhält 28.000 Euro, der zweite Preis 19.000 Euro, der dritte Preis 13.000 Euro. Die beiden Anerkennungen erhalten je 3.500 Euro.


    Übersicht über Preisträger und Arbeiten

    Preisträger 1. Rang: Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH

    Preisträger 2. Rang: Hirner und Riehl Architekten und Stadtplaner Partner GmbH in Arge mit Lex_Kerfers Landschaftsarchitekten

    Preisträger 3. Rang: asp UMnet GmbH & Co. KG in Arge mit Köber Landschaftsarchitektur Dipl.-Ing. (FH)

    Anerkennung I: Thomas Schüler Architekten in Arge mit faktorgrün Dipl.-Ing. (FH) Martin Schedlbauer

    Anerkennung II: Ackermann + Raff GmbH & Co. KG. in Arge mit g2-Landschaftsarchitekten PartG mbB Gauder+Gehring

  • Ihr Ansprechpartner zum Beteiligungsverfahren

    Johannes Dörle
    Telefon:  (0711) 216-20124
    E-Mail:   johannes.doerle@stuttgart.de

    Landeshauptstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
    Eberhardstr. 10
    70173 Stuttgart​ ​

  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Melanie Buck
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    E-Mail:     stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    E-Mail:     stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de
     
    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91806
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart​​