Sicht auf einen Teil der B14 zwischen Charlotten- und Wilhelmsplatz. Foto: Thomas Wagner/Stadt Stuttgart
Stadtweit

Neuer Stadtraum B14 - Städtebaulicher Wettbewerb

Diskussion der Ziele und der Aufgabenstellung

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 13.07.2018 bis 06.08.2018
vsl. Umsetzung: 1. Quartal 2020
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
beendet
  • Wettbewerb zur Zukunft der B14

    Die Landeshauptstadt Stuttgart beabsichtigt, im Herbst 2019 das Wettbewerbsverfahren "Neuer Stadtraum B14" zu starten. Davon hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. September 2019, Kenntnis genommen. Ziel ist es, den Stadtraum an der B14 zwischen Schwanenplatztunnel und Heslacher Tunnel neu zu gestalten und die heute vorhandene Verkehrsfläche und das Verkehrsaufkommen um 50 Prozent zu reduzieren.
     
    Als erster Schritt soll ein internationaler Planungswettbewerb durchgeführt werden. Ziel ist es, zunächst Ideen für den gesamten Stadtraum und eine Grundlage für die weiteren Planungen zu erhalten. So werden verschiedene Abschnitte und Randbedingungen im Wettbewerbsgebiet berücksichtigt und gleichzeitig zusammen als ein Stadtraum betrachtet. Der Wettbewerb soll nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe RPW 2013 mit einer begrenzten Teilnehmerzahl und einem vorgeschaltetem Bewerberverfahren durchgeführt werden. Es sind Arbeitsgemeinschaften (ARGE) aus Architekten/Stadtplanern mit Verkehrsplanern zu bilden. Die Beteiligung von Landschaftsarchitekten ist gewünscht.
     
    Diese Ergebnisse dienen in einem nächsten Schritt der Vergabe von Machbarkeitsstudien. Diese sollen erste Realisierungsabschnitte definieren, das vorhandene Wettbewerbsergebnis nochmals überprüfen und weiter vertiefen. Daran anschließend wird mit der Umsetzungsplanung begonnen.
     

    Ziele des Wettbewerbs

    Wesentliche Ziele des Vorhabens sind eine deutliche Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raums, Schaffung von Aufenthaltsqualität, Herstellung attraktiver Fußgängerverbindungen und Fahrradinfrastruktur, Begrünung der neuen Stadträume, die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs um 50 Prozent und die trennende Wirkung der B14 zu beseitigen. Darüber hinaus sollen neue Anforderungen an die Mobilität und neue Entwicklungen von Formen der Mobilität berücksichtigt werden.

    Bereits seit Mitte der 1980er Jahre gibt es Bestrebungen, die B14 stadtraumverträglich umzugestalten und öffentlichen Raum zurückzugewinnen. Zu diesem Ziel wurden bereits ein Wettbewerb durchgeführt und städtische oder private Planungen initiiert, die aber bislang nie oder nur in Teilen - wie etwa die Überdeckelung am Charlottenplatz - umgesetzt wurden. Das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung hat einen städtebaulichen Wettbewerb vorbereitet, in dessen Vorfeld sich alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter beteiligen können. Der Gemeinderat hat die entsprechenden Mittel für den Wettbewerb bereitgestellt.
     

    B14 bewegt die Bürger

    Die Zukunft der B14 und der "Kulturmeile" als Teil des Cityrings wird in der Stadtgesellschaft intensiv und kontrovers diskutiert. Die Stadt möchte die aktuellen Impulse aufgreifen und als Unterstützung für den beginnenden Planungsprozess zur Umgestaltung der B14 nutzen. Im Dezember 2017 hat zu diesem Thema bereits eine erste öffentliche Veranstaltung zur Entwicklung der B14 im Wilhelmspalais stattgefunden, die von Oberbürgermeister Kuhn geleitet wurde. Im Juli 2018 folgte eine weitere Bürgerbeteiligung zum Wettbewerb, an der Bürgerinnen auch online ihre Ideen einbringen konnten. In deren Ergebnis wurde die Abgrenzung des Wettbewerbsgebiets neu gefasst und ausgeweitet.
     
    Erstreckte es sich zu Beginn vom Gebhard-Müller-Platz bis zum Österreichischen Platz, sollen nun auch markante Punkte in den Anschlussbereichen vom Österreichischen Platz bis zum Marienplatz und vom Gebhard-Müller-Platz bis zum Schwanenplatztunnel in den Wettbewerb miteinbezogen werden. Am Charlottenplatz soll auch der Abschnitt bis zum Kunstmuseum in die Betrachtung mit einfließen. Seitlich wird das Wettbewerbsgebiet durch die Fassaden der Gebäude begrenzt. Parallel laufende Verfahren zum Kulturquartier, zur Opernsanierung und zur Königstraße 1-3 sind nicht Bestandteil des Wettbewerbs.

    Rückblick auf die Bürgerbeteiligung im Juli 2018

    Das geplante Wettbewerbsverfahren soll trotz seiner komplexen Problemstellungen so transparent und überschaubar wie möglich gestaltet werden. Um erste Ideen und Vorschläge für einen Auslobungstext zum städtebaulichen Wettbewerb zu erhalten, veranstaltete die Landeshauptstadt Stuttgart im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses am Samstag, 21. Juli 2018, von 10 bis 15 Uhr eine Bürgerbeteiligung. Diese hatte zum Ziel, die planerischen Grundlagen des städtebaulichen Wettbewerbs öffentlich zu diskutieren. Die unterschiedlichen Interessen und Ansprüche sollen dabei offengelegt und zum Ausgleich gebracht werden.

    Willkommen waren alle interessierten Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Auch die zahlreichen Akteure, Vereine und Initiativen, die sich bereits im Vorfeld inhaltlich eingebracht haben, konnten mitwirken und ihre Belange und Visionen einbringen. Vertreter der angrenzenden Institutionen sowie lokale Händler und Gewerbetreibende waren ebenfalls angesprochen.
     
    Ergänzend zur Bürgerbeteiligung hatten alle Stuttgarter auch die Möglichkeit, in einem Onlineforum hier auf dem Portal unter dem Reiter "Teilnehmen" ihre Ideen und Vorschläge vom 13. Juli bis 6. August 2018 einzubringen. Unter dem Reiter "Ergebnisse" finden sich ausführliche Informationen zur bisherigen Bürgerbeteiligung, eine Gesamtdokumentation sowie eine kurze Präsentation der Ergebnisse aus der Beteiligung. Weitere Informationen finden sich außerdem unter dem Reiter "Links&Downloads".
     
    Durch die Beteiligung soll ein breiter Konsens über die planerischen Rahmenbedingungen erreicht werden. Dazu zählt auch das Wettbewerbsgebiet. Die gesellschaftliche Akzeptanz des künftigen Wettbewerbsergebnisses kann dadurch befördert werden.  Außerdem dient die Veranstaltung dazu, Kenntnisse über den Planungsraum zu sammeln und für das Verfahren festzuhalten. Die Wettbewerbsteilnehmer können später davon enorm profitieren und daher nachhaltiger planen. Aus den Ergebnissen der Beteiligung wird ein Auslobungstext mit einer Aufgabenbeschreibung erarbeitet, der als Grundlage für den städtebaulichen Wettbewerb zur B14 dient. Über die Auslobung entscheidet dann der Gemeinderat.
     
  • Rückblick: Diskussion zur Entwicklung der B14 im Dezember 2017

     
    Rund 300 Interessierte kamen am 12. Dezember 2017 ins künftige Stadtmuseum, um über die Weiterentwicklung der "Kulturmeile" und der B14 zu diskutieren. Foto: Leif Piechowski
    Rund 300 Interessierte kamen am 12. Dezember 2017 ins Stadtpalais, um über die Weiterentwicklung der B14 und der "Kulturmeile" zu diskutieren. Foto: Leif Piechowski
    Wie geht es weiter mit der "Kulturmeile"? Was plant die Stadtverwaltung? Welche Ideen und Perspektiven gibt es? Die Stadt Stuttgart hat am Dienstag, 12. Dezember 2017, zu einer öffentlichen Veranstaltung für Bürgerinnen und Bürger zur Zukunft der "Kulturmeile" und der B14 ins Wilhelmspalais eingeladen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Rund 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen ins Stadtpalais, um gemeinsam mit der Stadtverwaltung, Mitgliedern des Gemeinderats, Initiativen und Architekten über die Weiterentwicklung der B14 und der "Kulturmeile" zu diskutieren.

    Erfahren Sie mehr!
Phase 1

Ihre Vorschläge zur Aufwertung der B14

13.07.18 bis 06.08.18

Nennen Sie uns hier in diesem Online-Forum vom 13. Juli bis 6. August 2018 Ihre Ideen und Vorschläge, wie die B14 mit der Kulturmeile aufgewertet werden könnte oder diskutieren Sie hier Ihre Ideen untereinander. Alle eingegangenen Ideen werden nach Beendigung des Forums vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung geprüft, ob und wie sie für den dann zu erstellenden Auslobungstext des Wettbewerbs berücksichtigt werden können.

beendet

Nennen Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge wie die B14/Kulturmeile aufgewertet werden könnte!

Keine vorhandenen Grünflächen zu bauen, d. h. kein Konzerthaus im Akademiegarten bauen und kein Haus auf dem Eckensee bauen.

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Räume in der Innenstadt sinnvoll nutzen. Im Zuge der Sanierung der Württembergischen Staatsoper werden diverse Neubauten in der unmittelbaren Nähe des Littmannbaus geplant. Wenn der Untergrund das gestattet, wäre es doch denkbar, einige ...

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Ein Tunnel unter der Kulturmeile? Unter der B14 ? Der Architekt Roland Ostertag (1931-2018) war immer strikt gegen Tunnellösungen für den Bereich der Hauptstätter Straße bis zur Willy-Brandt-Straße. Er hielt nichts von dem Ideen, den Verkehr ...

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Massiver Rückbau der Fahrspuren der B14 für Kfz an der Oberfläche zugunsten von breiten Radstreifen und Busspuren. Mehrere breite, ebenerdige Querungsmöglichkeiten der B14 für Fußgänger, auch zulasten der Leistungsfähigkeit der ...

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Meiner Ansicht nach sollte die Kulturmeile zu einem Boulevard umgebaut werden. Dazu wäre ein gewisser Rückbau der jetzigen Fahrbahnen sowie eine Verbreiterung der Gehwege mit einer entsprechenden Anpflanzung von großkronigen Bäumen sowie die ...

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Ich möchte mich als Stadtmensch wieder wohlfühlen dürfen. Dafür will ich mich mit meiner Stadt identifizieren. Ich möchte gerne immer wider zurück (nach Hause) kommen dürfen. Ich plädiere für ein Stuttgart, welches wieder zusammenwächst ...

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Vor dem Stadtpalais (in Richtung "Kulturmeile") ist die Anlage einer Treppe geplant. Dafür müsste das letzte bisschen Grün an dieser Stelle weichen. Das halte ich für grundfalsch! Dort wo der Neubau der Staatsbibliothek entsteht, war früher ...

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Keine zusätzlichen Kulturbauten entlang der Konrad-Adenauer-Straße Ich plädiere für möglichst großzügige Freiräume entlang der zukünftigen Kulturmeile – unabhängig von der Frage Tunnel oder oberirdische Lösung. Weder am ...

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Die B14 könnte zwischen der Unterführung des Österreichischen Platzes und dem Neckartor einen grünen parkartigen und begehbaren Mittelstreifen vergleichbar mit der Tauentzienstraße in Berlin bekommen. Pro Richtung gibt es inclusive ...

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Die Idee ist es den Charlottenplatz zu einer zentralen Seilbahnstation umzubauen und den Automobilverkehr auf der B14 wesentlich zu reduzieren. Warum der Charlottenplatz als Talstation für Seilbahnen? Dort, wo heute der aggressivste Dauerstau ...

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  • Bürgerbeteiligung zum "Neuen Stadtraum B14": Weniger Verkehr, mehr Raum für urbanes Leben

    Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Samstag, 21. Juli 2018, zu einer Bürgerbeteiligung mit Workshop zum städtebaulichen Wettbewerb "Neuer Stadtraum B14" eingeladen. Bis zu 150 Stuttgarterinnen und Stuttgarter sowie Institutionen, Initiativen und Anrainer der B14 sind der Einladung ins Rathaus gefolgt.

     

    Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Fritz Kuhn informierten Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, Baubürgermeister Peter Pätzold sowie Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle über den Planungsraum, die Planungsgeschichte und über die Ziele des Wettbewerbs.

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte zur Eröffnung: "Wir reden hier über nichts weniger als über die Frage, wie man eine Stadt von zu viel Verkehr befreien kann, wie man eine autogerechte Stadt in eine lebenswerte, urbane Stadt verwandeln kann. Eine Entschleunigung des Autoverkehrs in der Innenstadt ist dafür zwingend nötig." Aus diesem Grund diskutiere man die Ziele und Rahmenvorgaben für die Aufgabenstellung des städtebaulichen Wettbewerbs ganz bewusst vor Erstellung des Auslobungstextes mit der Bürgerschaft.

    Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, zeigte in seinem Impulsvortrag die Veränderungen der Stuttgarter Verkehrsachsen im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte auf und erinnerte daran, dass der Verkehr schon mehrmals zurückgebaut wurde, ohne dass "die Stadt dabei vor die Hunde ging". Als Beispiel nannte er die Königstraße und den Schlossplatz. Für ihn lautet die zentrale Frage: "Wie versöhnen wir Stadt, Verkehr und Mensch?"

    Baubürgermeister Peter Pätzold betonte, dass es bei den jetzigen Überlegungen nicht nur um eine Straße, sondern um einen Stadtraum gehe: "Wir müssen überlegen, wie wir die Stadt wieder zusammenbringen können. Die Verbindungen und Verknüpfungen der einzelnen Quartiere spielt dabei eine essentielle Rolle." Es sei ganz wichtig, dass die Zielvorstellungen auch aus der Bürgerschaft kommen.

    Veronika Kienzle, Bezirksvorsteherin Mitte, machte deutlich, dass sich eine Stadt nicht nur durch ihre Nutzung, sondern auch durch ihre Bürger definiert. Und gerade an der B14, an der keine Stadt mehr stattfinde, gebe es viele verschiedene Initiativen, die sich für eine lebenswerte Stadt stark machen.

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer engagierten sich anschließend in vier Arbeitsgruppen, die in folgende Abschnitte aufgeteilt waren: Österreichischer Platz bis Wilhelmsplatz, Wilhelmsplatz bis Charlottenplatz und Charlottenplatz bis Gebhard-Müller-Platz. Die vierte Gruppe erörterte übergreifende Themen sowie das vorläufige Wettbewerbsgebiet an sich. Ein Wechsel zwischen den einzelnen Gruppen war jederzeit möglich.

    Bei der offenen Schlussrunde, bei der sich auch Vertreter der verschiedenen Institutionen, Initiativen und Anrainer zu Wort meldeten, kristallisierte sich ein zentraler Wunsch heraus: Weniger Verkehr, stattdessen mehr Raum für urbanes Leben – auch über die Quartiersgrenzen hinaus. Ebenso wichtig für Teilnehmer: Die bessere Verbindung der Quartiere untereinander. Zudem wurde der Wunsch geäußert, das Wettbewerbsgebiet einerseits bis zum Heslacher Tunnel, andererseits bis zum Neckar zu erweitern.

    Bürgermeister Peter Pätzold sagte abschließend: "Ich glaube, wir haben heute ein zentrales Thema gefunden. Und es hat sich gezeigt, dass wir hier nicht nur Stadträume verbinden, sondern auch verschiedene Interessensgruppierungen. Dieses Thema werden wir jetzt gemeinsam angehen."

    Organisiert wurde die Veranstaltung durch das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung im Referat Städtebau und Umwelt. Die Moderation hatte das Team von Dialog Basis übernommen.
     
    Laden Sie sich hier die Zusammenfassung bzw. Gesamtdokumentation zur Veranstaltung herunter:
  • Ihre ANsprechpartner zum Vorhaben

    Amt für Stadtplanung und Wohnen
    E-Mail: poststelle.61-3@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Wohnen
    Eberhardstraße 10
    70173 Stuttgart
     
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

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    Abteilung Kommunikation
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    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

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