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Stadtweit

Internationaler städtebaulicher Wettbewerb Rosenstein

Entwurf eines Rahmenplans

ThemaStadtentwicklung
Zeitraumfür Beteiligung: 09.05.2018 bis 31.05.2018
vsl. Umsetzung: seit Sommer 2018
ZielgruppeAlle Stuttgarterinnen und Stuttgarter

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Rosenstein startet in eine neue Phase

    Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hat die Stadt Stuttgart 2016 über die Zukunft der Entwicklungsfläche Rosenstein diskutiert. Nun folgt die nächste Phase. In diesem Jahr startet der "Internationale offene städtebauliche Wettbewerb Rosenstein – Ideen für den neuen Stadtteil", zu dem alle Stuttgarter eingeladen sind, sich zu beteiligen.

    Ziel der "Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein" im Jahr 2016 war es, zu den zentralen Fragestellungen des Zusammenlebens in Stuttgart und zur Zukunft der Entwicklungsfläche Rosenstein ein möglichst breit akzeptiertes Ergebnis zu erarbeiten. Das Ergebnis war das "Memorandum Rosenstein", das in Form von Empfehlungen konkrete Leitplanken formulierte. Diese Leitplanken wiederum dienen nun als Grundlage für weitere Planungs-, Beteiligungs- und Entscheidungsprozesse, wie den internationalen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein.
     

    Wie funktioniert der Wettbewerb?

    Grundsätzlich hilft ein Wettbewerb, Ideen für ein stadtplanerisches Vorhaben zu finden. Dabei werden Vorgaben seitens der Stadtplanung in einen Auslobungstext gefasst. Diese Auslobung wird als Aufgabenstellung international veröffentlicht und bekanntgemacht. Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten können am Wettbewerb teilnehmen, um zu den Anforderungen eine städtebauliche Planung und Vision für das neue Rosenstein-Quartier zu entwickeln. Grundsätzlich bieten solche Wettbewerbe die Möglichkeit, verschiedene Ansätze zu finden, wie eine Fläche oder ein Gebiet zukünftig gestaltet werden kann. Solche Wettbewerbe sind also ein sehr gutes qualitäts- und projektorientiertes Mittel, wenn es darum geht, aus einer Vielzahl von Lösungsansätzen die beste Lösung hinsichtlich Städtebau, Funktion, Ökonomie und Sozialverträglichkeit für ein bestimmtes Projekt zu finden.

    Der "Internationale offene städtebauliche Wettbewerb Rosenstein – Ideen für den neuen Stadtteil" hat zum Ziel, eine erste Vision des künftigen Rosenstein-Quartiers zu erarbeiten, die dann als Grundlage für alle weiteren städtebaulichen Planungen dienen soll. Im Ergebnis soll ein Gesamtkonzept vorliegen, welches in städtebaulicher, programmatischer und prozessualer Hinsicht bei der Entwicklung des Rosenstein-Quartiers den Orientierungsrahmen im langfristig angelegten Planungsprozess bildet. In die Auslobung des Wettbewerbs fließen als Grundlage die Ergebnisse aus der "Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein" ein, wie sie im "Memorandum Rosenstein" festgehalten sind, darunter auch die Ergebnisse der Kinderbeteiligung.

    Der Wettbewerb besteht aus zwei Phasen. In der ersten Phase des Wettbewerbs soll ein Zukunftsbild für das Rosenstein-Quartier entwickelt werden. Die zweite Phase des Wettbewerbs soll ein städtebauliches Gesamtkonzept in Form eines Rahmenplanes schaffen. Dieser soll das Zukunftsbild ausformulieren und wesentliche, übergeordnete Planungsvorgaben erfüllen, um somit als Grundlage für die städtische Planung sowie weitere städtebauliche und Architektenwettbewerbe zu dienen.
     

    Transparenter Prozess mit Bürgerbeteiligung

    Die Beteiligung am "Internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein – Ideen für den neuen Stadtteil" erfolgt auf mehreren Wegen und zu verschiedenen Zeitpunkten. In der ersten Phase des Prozesses hat am Mittwoch, 16. Mai 2018, eine Infoveranstaltung mit Workshop-Charakter im Stadtpalais stattgefunden. An diesem Abend wurde durch das Amt für Stadtplanung und Erneuerung und einer externen Moderation zunächst der Text für die Auslobung vorgestellt. Es folgte eine intensive Diskussion mit den Teilnehmern, die weitere Ideen zum Text und Änderungsvorschläge einbringen konnten.
     

    Online-Beteiligung bis 31. Mai 2018

    Für alle, die an diesem Abend nicht dabei sein konnten, wurde vom 9. bis 31. Mai 2018 hier auf dem Beteiligungsportal unter dem Reiter "Teilnehmen" ein Forum geschaltet, in dem alle Stuttgarter ebenfalls ihre Ideen und Vorschläge zum Auslobungstext äußern konnten. Hilfreich war dabei ein Überblick über die zehn Handlungsfelder, die im Text dargestellt werden. Alle gesammelten Vorschläge wurden im Anschluss an den Workshop und das Online-Forum geprüft und flossen gegebenenfalls in den Auslobungstext ein.

    Darüber hinaus wurden aus den Reihen des "Forums Rosenstein", das Teil der "Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein" war, drei Mitglieder für das Preisgericht des Wettbewerbs nominiert. Diese Mitglieder wirkten als Sachverständige bei der Meinungsbildung im Preisgericht mit, waren aber nicht stimmberechtigt.

    Veröffentlichung des Auslobungstextes

    Nach Abschluss der Bürgerbeteiligung wurde der Auslobungstext in die ausführlichen Vorberatungen der städtischen Gremien gebracht und diskutiert. Anschließend wurde der Auslobungstext im Gemeinderat als bindend für den gesamten Wettbewerbsprozess beschlossen. Der Text wurde am 20. Juli 2018 unter www.stuttgart.de/wettbewerbe/rosenstein und hier auf dem Portal veröffentlicht.
     
    Der Wettbewerb bestand aus zwei Phasen. In der ersten Phase des Wettbewerbs wurde ein Zukunftsbild für das Rosenstein-Quartier entwickelt. Insgesamt haben sich an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb 54 Planungsbüros beteiligt. Viele von ihnen nahmen am 27. Juli 2018 die Gelegenheit war, bei einem Rückfragenkolloquium Fragen an die Stadtplaner der Landeshauptstadt zu stellen. Am 28. November 2018 wählte dann das Preisgericht des Wettbewerbs unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Franz Pesch elf Arbeiten für die weitere Bearbeitung in Phase zwei aus. Damit war die erste Wettbewerbsphase abgeschlossen. Mit dem Preisgericht am 8. April wurde final entschieden, welches Planungsbüro mit seinem Entwurf den Wettbewerb gewonnen hat.
     

    Weitere Bürgerveranstaltungen

    Sobald weitere Veranstaltungen terminiert sind, werden diese hier veröffentlicht.
     
    Hier können Sie sich die Handlungsfelder in der Übersicht anschauen oder herunterladen. Mehr Informationen finden Sie auch unter den Reitern "Teilnehmen" sowie "Links & Downloads":
     
  • Weitere Informationen zum Thema Rosenstein

  • Die Entwicklungsfläche

    Die Entwicklungsfläche Rosenstein hat eine Größe von rund 85 Hektar. Foto: Arnim Kilgus
    Im Dreieck zwischen Hauptbahnhof, Neckar und Pragtunnel liegt die rund 85 Hektar große Entwicklungsfläche Rosenstein.​​
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  • Die Bürgerbeteiligung 2016

    An drei öffentlichen Veranstaltungen konnten sich Bürger 2016 engagieren. Foto: Thomas Wagner/Stadt Stuttgart
    Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hat die Stadt Stuttgart schon 2016 über die Zukunft der Entwicklungsfläche diskutiert.
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  • Flug über das Gleisfeld

    Hier können Sie sich das Gleisvorfeld aus der Vogelperspektive ansehen.
  • Die Umgebung

    Entdecken Sie die Nachbarschaft der Entwicklungsfläche Rosenstein.​​
Phase 1

Ihre Vorschläge zum Auslobungstext

09.05.18 bis 31.05.18

Diskutieren Sie hier vom 9. bis 31. Mai 2018 untereinander oder machen Sie Vorschläge zum Auslobungstext des "Internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein - Ideen für den neuen Stadtteil". Alle eingegangenen Ideen werden nach Beendigung des Forums am 31. Mai 2018 vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung geprüft, ob und wie sie für eine Ergänzung des bestehenden Auslobungstextes berücksichtigt werden können.

beendet
  • Der Auslobungstext in der Übersicht

    Die Auslobung gliedert sich in zwei wesentliche Teile:

    Der Teil A erläutert die Aufgabenstellung und beinhaltet die allgemeinen Rahmenbedingungen zum Wettbewerb, wie z.B. die Verfahrensart, die Terminabfolge und Fristen, die Teilnahmevoraussetzungen, die Abgabeleistungen und deren Beurteilungskriterien, etc.

    Der Teil B der Auslobung beinhaltet die planerischen Vorgaben und Ziele an die Teilnehmer und stellt Ihnen zusätzlich als Hilfestellung für die Bearbeitung Hintergrundinformationen zur Region, der Stadt und den Stadtbezirken zur Verfügung. Sie umfasst auch eine Analyse der Bestandssituation und der wichtigsten planerischen Themen. Die Planungsanforderungen beinhalten hierbei – neben den durch die städtischen Behörden ermittelten und für die Funktionalität eines Stadtteils benötigten Stadtbausteinen – auch die Ergebnisse der „Informellen Bürgerbeteiligung Rosenstein“ sowie die daraus abgeleiteten Handlungsfelder als wesentliche und verbindliche Vorgabe.
     
     

    Die Handlungsfelder des Auslobungstextes in der Übersicht

    Ergänzend zum Auslobungstext finden Sie in der folgenden PDF-Datei die einzelnen Handlungsfelder aus den planerischen Vorgaben - Teil B des Auslobungstextes - in der Übersicht. Diese ermöglicht Ihnen, schnell einen Überblick über den Auslobungstext zu bekommen und zu erfahren, worum es in den einzelnen Handlungsfeldern geht und zu welchen Punkten Sie Vorschläge und Anregungen machen können.
     
     
    Außerdem können Sie sich hier die Präsentation der STEG Stadtentwicklung GmbH anschauen:
     

Nennen Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge zum Auslobungstext des internationalen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein!

Der Gleisbogen sollte zum größten Teil abgetragen werden, da er die Idee eines offenen, durchlässigen Stadtteils mit weiten Blickbeziehungen verhindert. Hierdurch würden nur zahlreiche schlecht einsehbare/zugängliche Sackgassen und Unorte ...

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Ein Openairbereich ausweisen / "Club unter freien Himmel" Konzept / Tanz und Begegnungsstätte. In anderen Kulturen wird das Tanzen auf öffentlichen Plätzen in der Gesellschaft gelebt, Stuttgart hingegen gilt als "Stadt der Spießer", das können ...

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Vorrang für den Eisenbahnverkehr Um den Verkehr schneller und umweltfreundlicher zu gestalten, nimmt der Öffentliche Nahverkehr eine zukunftsfähige Rolle ein und muss leistungsfähig bleiben. Daher soll die Option, die oberirdischen ...

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Jahrhundertfragen Leider weiß auch ich nicht, wie man Stadtteilerweiterungen planen sollte - bei begrenzter Rationalität, in komplexen Situationen und Ungewissheit - die für viele Generationen und Zukünfte alltagstauglich und akzeptabel sein ...

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In der Gestaltung des Rosensteinquartiers muss der Erhalt der Containercity und des Stadtackers berücksichtigt werden. Auf dem Gelände rund um die Wagenhallen ist in den letzten Jahren ein wichtiger kultureller Ort Stuttgarts entstanden. Stuttgart ...

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Was ist Stuttgart ohne das Kulturschutzgebiet Nordbahnhof mit den Kunst- und Kulturvereinen Bauzug 3yg (Waggons), Wagenhallen, Stadtacker und Contain´t? Stuttgart kann sich glücklich schätzen über soviel Kulturgeschehen, das hauptsächlich von ...

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Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Stuttgart e.V. Rotebühlstraße 86/1 70178 Stuttgart 1. Vorsitzender Christoph Link Telefon 0711 - 6993756 31. Mai 2018 Erforderliche Eisenbahninfrastruktur in Stuttgart Da der Beitrag die Zahl ...

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Forderung nach konkreterer Formulierung im Auslobungstext: 1. Erhalt des seit 2012 bestehenden Urban Gardening Projekts Stadtacker Wagenhallen e.V. 2. Markierung des Areals des Stadtackers Wagenhallen e.V. als Ort für kulturelle Nutzung in Gelb ...

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DIE KÜNFTIGE TOPOGRAPHIE IST DIE WICHTIGSTE GRUNDLAGE Die Entscheidung über die Topographie ist eine Jahrhundertentscheidung, die das Gesicht und die Nutzbarkeit in diesem Bereich auf sehr lange Sicht bestimmen wird. Die Suche muss einem ...

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DER STADTGRUNDRISS MIT ÖFFENTLICHEN RÄUMEN, QUARTIERSBILDUNG Es ist wichtig, dass die bebauten und unbebauten Bereiche, Bauflächen und Freiräume, angemessene und angenehme Ausmaße haben. Hier haben die Baudichte und –höhe ihre Grenzen. ...

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Weitere Phasen ansehen

  • St. Maria als Galerie: Ausstellung zum städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein eröffnet

    Der städtebauliche Wettbewerb Rosenstein ist kürzlich mit der Entscheidung über den Siegerentwurf beendet worden. Den ersten Platz hat die Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur belegt. Detlef Kron, Leiter des Amts für Stadtplanung und Wohnen, hat am Freitag, 27. September 2019, um 17 Uhr die Ausstellung zum Rosenstein-Wettbewerb in der Kirche St. Maria in der Tübinger Straße 36 in Stuttgart eröffnet.
     
    Bei der Eröffnungsveranstaltung sagte Kron: "Der städtebauliche Wettbewerb Rosenstein war ein voller Erfolg: Mit über 50 eingereichten Arbeiten internationaler Planungsbüros hat die Stadt Stuttgart eine hohe Bandbreite an Gestaltungsideen für das künftige Rosenstein-Quartier erhalten. Damit sich die Stuttgarterinnen und Stuttgarter nun auch ein Bild davon machen können, stellen wir die Ergebnisse in den kommenden vier Wochen in der Kirche St. Maria aus."
     
    Das Amt für Stadtplanung und Wohnen zeigt in der Ausstellung alle eingereichten Arbeiten aus dem Wettbewerb. Neben Plänen, Zeichnungen und Informationen zu jedem eingereichten Vorschlag werden auch die überarbeiteten Modelle des ersten und zweiten Platzes ausgestellt. Die Ausstellung wird bis zum 25. Oktober 2019 täglich (außer am 3. Oktober) zwischen 10 und 18 Uhr zu besichtigen sein. Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenlos.
     
    Die Gemeinde St. Maria im Stuttgarter Süden stellt ihre Kirche seit 2017 auch für andere Veranstaltungen als Gottesdienste zur Verfügung. Ob Theater, Café, Galerie oder Marktplatz - seit nunmehr zwei Jahren wird die Kirche St. Maria mit der Durchführung verschiedener Veranstaltungsformate als Raum des Miteinanders erprobt.
     

    Städtebaulicher Wettbewerb 2018 und Bürgerbeteiligung

    Im Sommer 2018 hatte die Stadt Stuttgart den "internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein - Ideen für den neuen Stadtteil" ausgelobt. Ziel des Planungswettbewerbs war, einen städtebaulichen und freiraumplanerischen Entwurf als Leitbild für die zukünftige Entwicklung des Rosenstein-Quartiers zu erhalten. Teilgenommen haben insgesamt 54 internationale Planungsbüros. Zuvor konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen für das Rosenstein-Quartier auf verschiedenen Informationsveranstaltungen und Workshops der Stadt Stuttgart einbringen. Diese sind in die Auslobung des Wettbewerbs eingeflossen.
     
    Die Entwicklungsfläche Rosenstein gilt als derzeit größtes Bauprojekt, das in naher Zukunft in Stuttgart verwirklicht werden soll. Sie erstreckt sich zwischen Hauptbahnhof, Nordbahnhofviertel, Rosensteinpark und Schlossgarten und bietet mitten im Zentrum der Stadt 85 Hektar Fläche für zukunftsorientiertes Wohnen und Arbeiten. Das Rosenstein-Quartier soll zu einem urbanen, und durchmischten Stadtteil mit hoher Nutzungsvielfalt, attraktiven öffentlichen Räumen und international angesehenen kulturellen Angeboten ausgebaut werden. Außerdem soll das Quartier unter klimagerechten Gesichtspunkten entwickelt werden. Neben der Erweiterung der Parkanlagen spielt das Leitbild des Energie-Plus-Quartiers eine große Rolle: Die künftigen Gebäude sollen mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen.
     

    Ausstellung im Gläsernen Büro

    Derzeit werden die Entwürfe des Siegerbüros asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur ebenfalls im Info-Laden Rosenstein auf der Prag e.V. gezeigt. Die Ausstellung im Gläsernen Büro in der Nordbahnhofstraße 81 ist noch bis zum 12. Oktober 2019 zu sehen, immer montags und mittwochs zwischen 17 und 19 Uhr, samstags von 10 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung.
  • Städtebau mit Zukunft

    Arbeitsgemeinschaft asp/Koeber schafft Basis für weitere Planung des Rosenstein-Quartiers

     
    Am Modell der Sieger: von links: Cem Arat (asp Architekten), der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, OB Fritz Kuhn, Professor Franz Pesch (Vorsitzender des Preisgerichts), Jochen Köber (Koeber Landschaftsarchitektur) und Markus Weismann (asp Architekten). Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Am Modell der Sieger: von links: Cem Arat (asp Architekten), der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, OB Fritz Kuhn, Professor Franz Pesch (Vorsitzender des Preisgerichts), Jochen Köber (Koeber Landschaftsarchitektur) und Markus Weismann (asp Architekten). Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Der überarbeitete Entwurf von asp Architekten und Koeber Landschaftsarchitektur bleibt maßgebend für die Entwicklung des Rosenstein-Quartiers. "Das Ergebnis ist nachhaltig und zukunftsorientiert, das macht es zu einem wichtigen Meilenstein", sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn nach der Entscheidung des Preisgerichts am 22. Juli 2019.
     
    Der internationale offene städtebauliche Wettbewerb Rosenstein war am 8. April 2019 offiziell mit dem Ergebnis beendet worden, die erst- und zweitplatzierten Planungsbüros mit der Überarbeitung ihrer Entwürfe zu beauftragen.
     
    In der Jurysitzung am Montag wurde abschließend der überarbeitete Entwurf der Büros asp/Koeber ausgewählt. Zur Entscheidung des Preisgerichts sagte OB Kuhn: "Dies ist ein wichtiger Tag für den Städtebau in Stuttgart. Der Siegerentwurf passt sich in die Umgebung ein, schafft kulturelle Infrastruktur und überzeugt mit seinen klimatischen und energetischen Ideen. Mit dieser Entscheidung haben wir eine Basis geschaffen, auf der wir voranschreiten können."
     

    Gemeinderat entscheidet

    Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, sagte: "Wir haben jetzt eine sehr gute Grundlage für die Aufstellung eines Master- und Rahmenplans." Nach den Sommerferien werde der Entwurf in den betroffenen Bezirksbeiräten und im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik vorgestellt. "Außerdem werden wir das Ergebnis für die Öffentlichkeit aufbereiten, damit sie sich auch ein Bild davon machen kann. Ziel ist es, noch in diesem Jahr den Entwurf im Gemeinderat zu beschließen."
     
    In der Vision des Siegerbüros sieht der Blick auf das neue Quartier aus Richtung Innenstadt so aus. Foto: Leif Piechowski/ Stadt Stuttgart
    In der Vision des Siegerbüros sieht der Blick auf das neue Quartier aus Richtung Innenstadt so aus. Foto: Leif Piechowski/ Stadt Stuttgart

    Grün, gut vernetzt und attraktiv

    Im Anschluss an die Sitzung des Preisgerichts am 22. Juli 2019 wurde die Entscheidung bekanntgegeben und der überarbeitete Entwurf der Büros asp/Koeber vorgestellt.

    Der Vorsitzende der Jury, Professor Franz Pesch, sagte: "Das Ergebnis ist deutlich, zeigt aber auch, dass wir intensiv diskutiert und gerungen haben. Mein Glückwunsch gebührt beiden Teilnehmerteams. Uns hat vor allem das Thema Zukunft bewegt. Der Siegerentwurf zeigt ein transparentes Quartier, das sich zum Park hin öffnet. Im Kern ging es um Gedanken zur Einbindung des Quartiers in die Stadt, Fragen zur Wohnqualität, Nachhaltigkeit und Atmosphäre in den Stadtteilen."

    In ihrer Sitzung vom 8. April 2019 hatte die Jury Kriterien für die Überarbeitungsphase festgelegt. Insgesamt sollten Aspekte wie die Modellhaftigkeit der Quartiere, eine kleinräumige Nutzungsverteilung und der identitätsstiftende Charakter des neuen Stadtteils – beispielsweise durch vorhandene Bauwerke oder herausragende Neubauten – weiter detailliert werden. Eine zeitliche Abfolge für die einzelnen Bauabschnitte wurde ebenfalls angefragt.

    Darüber hinaus gab es spezifische Kriterien, die beide Entwürfe individuell nachbessern sollten, darunter die Behandlung der Parkkante, die Erweiterung des Parks einschließlich Barrierefreiheit, die Höhenentwicklung von Gebäuden und vom Gelände oder der Nachweis zur Wohnqualität.
     

    Spannende Dramaturgie entlang der Parkkante

    Nach Meinung des Preisgerichts hat die Arbeitsgemeinschaft asp/Koeber diese Aufgabe überzeugend erfüllt. Der Entwurf spiegelt den klassischen Städtebau einer dichten europäischen Stadt wider mit einer spannenden Dramaturgie entlang der Parkkante. Die vernetzte Stadt bildet den Fokus der Planungsbüros. Entlang der historischen Achse, die sich von Schloss zu Schloss zieht, wird ein gelungener Dreiklang zwischen Hauptbahnhof, neuem Konzerthaus und Schloss Rosenstein geschaffen.

    Dichte und radikal durchgrünte Nachbarschaften bilden das Leitbild von asp/Koeber. Sie entwerfen den neuen Stadtteil unter den Gesichtspunkten "urban", "resilient" und "grün" und teilen ihn in insgesamt vier Abschnitte auf: Direkt hinter dem Hauptbahnhof befindet sich das Europaquartier – ein urbanes Quartier mit lebendiger Nutzungsmischung. Wohnen und Arbeiten, kulturelle und soziale Einrichtungen bilden den Kern. Ein Boulevard verknüpft das Quartier mit dem bestehenden Europaviertel und lädt zum Flanieren ein. Über großzügige Terrassen wird eine Verbindung zum erweiterten Schlossgarten geschaffen.
     
    So stellt sich das Planungsbüro das künftige Rosenstein-Quartier vor: Der angedachte Gleisbogenpark (oben links) als Rückgrat des neuen Quartiers, begrünte Häuser und Innenhöfe (oben rechts), das Überwerfungsbauwerk als Scharnier zwischen bestehenden und neuen Parkanlagen und modere Mobilitätsformen innerhalb des neuen Stadtteils. Grafiken: asp/Kloeber.
    So stellt sich das Planungsbüro das künftige Rosenstein-Quartier vor: Der angedachte Gleisbogenpark (oben links) als Rückgrat des neuen Quartiers, begrünte Häuser und Innenhöfe (oben rechts), das Überwerfungsbauwerk als Scharnier zwischen bestehenden und neuen Parkanlagen und modere Mobilitätsformen innerhalb des neuen Stadtteils. Grafiken: asp/Kloeber.

    Hohe Aufenthaltsqualität mit Magnetwirkung

    Hinter dem Europaquartier folgt der Übergang zum Gleisbogenpark. Er ist das zentrale Rückgrat zwischen neuem Stadtviertel und Nordbahnhofviertel und zieht sich als grünes Band bogenförmig durch das gesamte Quartier. Dank seiner hohen Aufenthaltsqualität wird er eine regelrechte Magnetwirkung auf die künftigen Bewohner und Besucher ausüben. Das südliche Überwerfungsbauwerk bildet darüber hinaus ein Scharnier zwischen Gleisbogenpark und bestehenden Parkanlagen. Es wird unter anderem mit kulturellen und gewerblichen Nutzungen belebt.

    Mit insgesamt mehr als 27 Hektar besteht das Rosenstein-Quartier nach dem Entwurf von asp/Koeber zu rund einem Drittel aus Grün- und Freiflächen. Neben der Sicherung von Erholungs- und Aufenthaltsflächen fördert dies zudem die Klimaanpassung und Artenvielfalt.

    An den Gleisbogenpark grenzt das Rosensteinviertel samt Rosensteincampus. Es verbindet städtische Lebensqualität mit Wohnen im Grünen. Angedacht sind intensiv begrünte Dächer mit einem hohen Anteil an Photovoltaik-Anlagen. Sie generieren und speichern Energie im Quartier. Zudem sollen Höfe und Quartiersplätze nicht unterbaut werden. Die Idee ist, das Quartier nahezu autofrei zu halten. Im Norden und Süden des Rosensteinviertels können die beiden Campusstandorte entstehen – als Orte des Lernens, der Bildung und Forschung für alle Generationen.

    Ausschlaggebend für die Quartiersentwicklung ist der Ansatz, dichte und überschaubare Nachbarschaften mit jeweils einem Quartiersplatz zu entwickeln. Dies stärkt sowohl die räumlichen Beziehungen als auch die soziale Durchlässigkeit. Den Quartiersplätzen werden „Hubs” zugeordnet, die Nahversorgung, soziale Infrastruktur, Mobilität und Energieströme bündeln.

    Die vorgeschlagene Nutzungsmischung ermöglicht eine Stadt der kurzen Wege. Das Energiekonzept hat das Preisgericht durch seine nachhaltige Ausrichtung überzeugt. Zudem ist im Entwurf angedacht, intermodale Mobilitätsformen durchzusetzen. Die Fortbewegung soll sich vorwiegend auf Rad- und Fußwege beziehen.
     

    Experimentierfeld fürs Bauen

    Auf dem Gebiet neben den Wagenhallen, der C1-Fläche, sehen asp/Koeber die sogenannte Maker City vor – das neue Kreativquartier. Es dient als Experimentierfeld für weiteres Bauen im Rosenstein-Quartier. Insbesondere soll hier die Holzbauweise für Stuttgart erprobt werden.
     

    Stadtlabor zum Gestalten und Weiterentwickeln

    Die Maker City wird als Stadtlabor beschrieben und soll von den Bewohnern nach und nach gestaltet und weiterentwickelt werden. Der sanfte Übergang zum Nordbahnhofviertel macht das neue Rosensteinviertel bis hin zum Schlossgarten auch von hier aus gut zugänglich.

    Im Osten bildet der Entwurf ein leicht terrassiertes Gefälle an der Parkkante des Schlossgartens aus. So wird die stärkere Verknüpfung der Stadtbezirke Stuttgart Ost und Nord gewährleistet. Daraus resultiert ein insgesamt durchlässiges Stadtquartier, das leichte Übergänge zwischen dem neuen Stadtteil und den umliegenden Stadtbezirken schafft.

    Die Entwicklung des Rosenstein-Quartiers ist das größte Bauprojekt, das in naher Zukunft in Stuttgart realisiert werden soll. Die Flächen befinden sich seit Dezember 2001 im Besitz der Stadt. Dies schafft günstige Voraussetzungen für die Stadt, bezahlbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Vorgesehen sind mehr als 5000 Wohneinheiten auf dem Areal. Zusammen mit den umliegenden Entwicklungsflächen liegt die mögliche Anzahl bei etwa 7500 Einheiten.

    Die von asp/Koeber vorgesehene Grundstruktur der Blockbebauung ermöglicht vielfältige Formen der Parzellierung, Höhenentwicklung, Offenheit und Freiraumgestaltung. Dadurch kann die Bebauung in den nachfolgenden Planungsschritten passgenau erfolgen.
     

    Die nächsten Schritte:

    • Die überarbeiteten Modelle von asp/Koeber und vom zweitplatzieren Büro Laux Architekten sind bis Mitte August 2019 im Amt für Stadtplanung und Wohnen, Eberhardstraße 10, montags bis freitags von 8.30 bis 18 Uhr zu sehen.
    • Die Entscheidung des Preisgerichts für asp/Koeber wird dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt.
    • Auf dieser Grundlage wird ein Rahmenplan aufgestellt. Mit den darin formulierten städtebaulichen Vorgaben bildet er als Grundsatzbeschluss des Gemeinderats die Basis für den langfristig angelegten Planungsprozess des Rosenstein-Quartiers.
    • Daraus werden Wettbewerbe und Bebauungspläne für Teilgebiete entwickelt, die eine schrittweise Bebauung der ehemaligen Gleisflächen ermöglichen.
    • Das bereits freigeräumte Teilgebiet C1 neben den Wagenhallen könnte als erstes bebaut werden.
     
    Auch der überarbeitete Entwurf wurde wieder als Modell angefertigt. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
    Auch der überarbeitete Entwurf wurde wieder als Modell angefertigt. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
     
  • Perspektiven für Rosenstein

    Städtebaulicher Wettbewerb entschieden – Entwürfe von Platz eins und zwei werden überarbeitet

    Freude über ersten Platz: (v.l.) der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Franz Pesch, Jochen Koeber, Cem Arat und Markus Weismann von asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur, OB Fritz Kuhn und Städtebaubürgermeister Peter Pätzold. Foto: Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
    Freude über ersten Platz: (v.l.) der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Franz Pesch, Jochen Koeber, Cem Arat und Markus Weismann von asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur, OB Fritz Kuhn und Städtebaubürgermeister Peter Pätzold. Foto: Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
    Nach Inbetriebnahme des Bahnprojekts Stuttgart 21 soll auf der freiwerdenden Gleisfläche ein neuer Stadtteil, das Rosenstein-Quartier, entstehen. Dazu lobte die Stadt 2018 einen internationalen städtebaulichen Wettbewerb aus. Am 8. April 2019 hat der Entwurf von asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur (Stuttgart) den ersten Platz belegt. Auf den zweiten Platz kam das Planungsbüro Laux Architekten in Zusammenarbeit mit Terra Nova Landschaftsarchitektur (Stuttgart/München).

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte zum Ergebnis: "Die Auswahl der Sieger-Entwürfe ist wichtig für die Perspektiven der Stadtentwicklung. Wir alle haben jetzt eine Vorstellung davon, wie das Rosenstein-Quartier aussehen könnte. Hier kann Spannendes entstehen, auf bis zu 100 Hektar und das mitten in der Stadt. Das Quartier wird eine gute Mischung aus großer Dichte und grünen Freiräumen aufweisen. Besonders gut gefällt mir bei den Siegern die Integration der Kultureinrichtungen."

    Der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Franz Pesch, erklärte bei der Pressekonferenz am Dienstag: „Die entscheidende Frage ist, wie sieht ein zukunftsorientiertes Quartier städtebaulich aus: Knüpft es an historische Vorbilder an oder wagt es etwas ganz Neues? Darauf geben die Preisträger erste Antworten. Wir haben beide Planungsbüros gebeten, ihre Entwürfe nochmals zu überarbeiten.“ Anschließend kann auf dieser Grundlage in Abstimmung mit den städtischen Gremien ein Rahmenplan für alle weiteren Planungsschritte erstellt werden.

    Mit der Entscheidung des Preisgerichts verbunden sind Preisgelder von 70.000 Euro für den ersten und 50.000 Euro für den zweiten Platz.
     
    Auf den dritten Platz kam die Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft Herrmann + Hornung/Johannes Jörg Grüne Welle Landschaftsarchitektur (35.000 Euro).

    Den vierten Platz von ins­gesamt elf bewerteten Arbeiten belegte die Arbeitsgemeinschaft Tovatt Architects & Planners/Ramboll Studio ­Dreiseitl aus Stockholm und Überlingen (20.000 Euro).

    Alle Arbeiten sind im Stadtpalais vom heutigen Donnerstag, 11. April 2019, um 12 Uhr, bis zum 18. April, um 17 Uhr öffentlich ausgestellt. Der Eintritt ist frei.
     
     
  • Weitere Informationen zum Erst- und Zweitplazierten

  • Erster Platz

    Modell des erstplazierten Entwurfs. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
    Erfahren Sie mehr zum Entwurf von asp Archi- tekten und Koeber Landschaftsarchitekten.
     
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  • Zweiter Platz

    Modell des zweitplazierten Entwurfs. Foto: FotoFuchs/Stadt Stuttgart
    Erfahren Sie mehr zum Entwurf von Laux Archi- tekten und Terra Nova Landschaftsarchitektur.
     
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  • Preisgericht tagt zum Abschluss der ersten Phase

    Nach der Fertigstellung des Bahnprojekts Stuttgart 21 werden die Gleisanlagen zwischen Nordbahnhofviertel, Rosensteinpark und Schlossgarten frei. Dort soll auf einer Fläche von rund 85 Hektar das sogenannte Rosenstein-Quartier entstehen. Die Stadt hat im Juli 2018 ein zweistufiges Wettbewerbsverfahren zu der Frage ausgelobt, wie das neue Quartier entwickelt werden könnte. Insgesamt haben sich an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb 54 Planungsbüros beteiligt. Am Mittwoch, 28. November, hat das Preisgericht ganztags unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Franz Pesch zum Abschluss der ersten Wettbewerbsphase getagt und elf Arbeiten für die weitere Bearbeitung in Phase zwei ausgewählt.

    Ergebnisse und Namen dürfen aus Gründen des Wettbewerbsrechts in der Zwischenphase nicht genannt werden. In Kürze werden alle Teilnehmer über eine Kanzlei gesondert über das Ergebnis informiert, da das Verfahren weiterhin anonym durchgeführt wird.

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Die Qualität und Bandbreite der eingereichten städtebaulichen Entwürfe ist erfreulich hoch. Ich bin überzeugt, dass am Ende des Wettbewerbs im April nächsten Jahres eine hervorragende Grundlage für die Planung eines nachhaltigen urbanen Quartiers mit möglichst vielen Wohnungen stehen wird."

    Grundlage für den Wettbewerb waren unter anderem auch die in der Auslobung enthaltenen Ergebnisse der Bürgerbeteiligung Rosenstein. Auf der Fläche sollen neue Wohnquartiere mit rund 5.600 Wohneinheiten und einem hohen Anteil von bezahlbarem Wohnraum entstehen. Die verbleibenden Planungsbüros beginnen am 12. Dezember 2018 mit ihrer Arbeit. Sie haben bis zum 13. März 2019 Zeit, ihre Ergebnisse einzureichen.

    Voraussichtlich am 8. April 2019 wird das Preisgericht den Sieger des Wettbewerbs auszeichnen. Die Wettbewerbsbeiträge der zweiten Phase sollen anschließend öffentlich präsentiert und erläutert werden. Die Stadt will das Siegerbüro mit der Rahmenplanung für das neue Quartier beauftragen. Der Rahmenplan bildet die Grundlage für die zukünftige Gestaltung des Quartiers und soll den städtischen Gremien zur Abstimmung vorgelegt werden. Daraus erwachsen Bebauungspläne, die die schrittweise Bebauung der Gleisflächen ermöglichen.
     
  • Rückfragenkolloquium stößt auf großes Interesse

    Mehr als  110 Architektur- und Planungsbüros haben bereits ihr Interesse am "Internationalen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein" bekundet; darunter neben vielen Wettbewerbern aus Deutschland auch internationale Büros.  Gut 50 von ihnen nahmen am 27. Juli 2019 die Gelegenheit war, beim Rückfragenkolloquium Fragen an die Stadtplaner der Landeshauptstadt Stuttgart zu stellen. Neben den vielen Büros waren auch Mitglieder des Preisgerichts und des Gemeinderats anwesend.
     
    Am Vormittag hatten die Teilnehmer des Kolloquiums die Möglichkeit, bei einer Begehung rund um das Wettbewerbsgebiet die Begebenheiten vor Ort zu erkunden, zu fotografieren und sich einen Eindruck von den besonderen Herausforderungen des Wettbewerbs zu machen. Zudem konnten sie an Infostationen, die um das Wettbewerbsgebiet verteilt waren, den städtischen Planern Fragen zu ortsbezogenen Themen stellen.

    Im Rückfragenkolloquium am frühen Nachmittag beantworteten nach einer kurzen Begrüßung durch Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt,  Mitarbeiter des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses zunächst mehr als 50 Fragen, die bereits im Vorfeld schriftlich eingegangen waren. Anschließend nutzten die anwesenden Büros die Gelegenheit, noch für sie offene Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten. Thematisch gab es bei den Fragen eine große Bandbreite.
     
    Diese reichte von einfachen Verständnisfragen, wie etwa die Frage, was speziell in Stuttgart unter Subkultur verstanden wird, allgemeinen Fragen zu Vorgaben im Wettbewerb bis hin zu technischen und baulichen Fragen, etwa ob es eine vorgeschriebene Geschossanzahl für Schulen im Wettbewerbsgebiet gäbe. Es wurden auch Fragen zum Verfahren selbst und den bereitgestellten Unterlagen gestellt.
     
    Hier können Sie die Antworten auf die gestellten Fragen einsehen:
     

    Wie geht es weiter?

    Die Stadtverwaltung wird nun die gestellten Fragen beantworten und das Ergebnis den Teilnehmern sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Das Anlagenpaket zum Wettbewerb wird um angefragte Planunterlagen erweitert werden. So können die Teilnehmer nun vertieft in die Bearbeitungsphase 1 des Wettbewerbs einsteigen und ihre Konzepte sowie Visionen entwickeln. Die Abgabefrist für die Leistungen ist der 10. Oktober 2018. Die Landeshauptstadt Stuttgart erhofft sich viele zukunftsorientierte Lösungsansätze zur Entwicklung der Flächen.
     
    Der Wettbewerb ist für die Landeshauptstadt von zentraler Bedeutung. Schließlich sind die gesamten 85 Hektar der Rosensteinfläche nicht nur städtisches Eigentum, sondern liegen direkt im Herzen der Stadt.
     
  • Stadt lobt Wettbewerb für "Rosenstein" aus

    Die Stadt Stuttgart lobt den "Internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein" aus. Damit will sie Ideen für den neuen Stadtteil sammeln. Der Gemeinderat hat dem am 28. Juni 2018 mit großer Mehrheit zugestimmt.

    In diesem Wettbewerb soll eine Vision für das neue Stadtquartier auf zirka. 85 Hektar freiwerdenden Gleisflächen erarbeitet werden. Die Teilnehmer sind aufgerufen, Antworten zu geben auf Fragen nach bezahlbarem Wohnraum, einer geeigneten Topografie, erhaltenswerten Bauwerken, Quartiersbildung und Nutzungsverteilung, geeigneter Parkerweiterung, Verbindungen von Grünanlagen, innovativer Infrastruktur oder kulturellen Einrichtungen. So können sich auch die drei Einrichtungen "Kongresszentrum", "Neues Lindenmuseum/​Haus der Kulturen" und „Neuer Konzertsaal“ im Wettbewerbsgebiet wiederfinden. Viele Planungsvorstellungen in der Auslobung decken sich mit den Eingaben aus der Bürgerbeteiligung. Subkulturellen Einrichtungen wurde zum Beispiel in der Auslobung nach den Vorstellungen der Bürger mehr Bedeutung eingeräumt.

    Das neue Quartier soll künftig beispielhaft Lösungen für das Zusammenleben in der Stadt bieten. Wichtige Aspekte sind: die Nutzungsmischung – also Wohnen, Arbeiten, Erholung oder Lernen, das Zusammenleben von Jung und Alt sowie Arm und Reich, nachhaltige Mobilität, attraktive öffentliche Räume, die grüne Infrastruktur oder auch die Umsetzung eines Plus-Energie-Quartiers. Auf einem Teil der Flächen sollen auch Themenfelder der "Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart" (IBA) entwickelt werden. So kann die IBA auf einer Teilfläche der erste Schritt zur weiteren Entwicklung der gesamten Fläche sein.

    Bis Anfang Oktober soll in der ersten, offenen Phase ein Zukunftsbild für das Rosensteinquartier entwickelt werden. Die besten zehn Teilnehmer können anschließend ihre Ideen konkretisieren. Ein Preisgericht entscheidet im April 2019 über die Vorschläge. Daraus soll dann ein Rahmenplan erarbeitet werden.
  • Kreativer Abend im Stadtpalais

    Über 100 Bürger nehmen an einem Infoworkshop zum Wettbewerb Rosenstein teil

    An einer Station des Abends konnten die Teilnehmer Ideenwürfel auf einer Stadtkarte platzieren. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    An einer Station des Abends konnten die Teilnehmer Ideenwürfel auf einer Stadtkarte platzieren. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Mittwoch, 16. Mai 2018, einen Infoworkshop im Stadtpalais veranstaltet. Nach der Begrüßung und einer Einführung in das Thema durch Baubürgermeister Peter Pätzold sprudelten zahlreiche Vorschläge aus den Köpfen der rund 130 anwesenden Stuttgarterinnen und Stuttgarter zum Auslobungstext des internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein.
     
     
    Am Ende des Abends dankte Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, den vielen Teilnehmern für ihre Anregungen und stellte fest: „Heute haben wir weitere zahlreiche Anregungen erhalten. Die intensiven Gespräche zu den vielen Themen haben uns einen vielfältigen und bunten Abend beschert. Wir werden die Vorschläge in die Überarbeitungsphase des Auslobungstextes des Wettbewerbs aufnehmen.“
     
    Im Foyer des Stadtpalais hatte Bürgermeister Pätzold gegen 18 Uhr den Infoworkshop eröffnet und nach einer Begrüßung in das Thema eingeführt. Ziel des internationalen städtebaulichen Wettbewerbs sei es, eine Idee und ein Bild des neuen Stadtteils Rosenstein zu erhalten. Dazu sollten die Teilnehmer des Infoworkshops Anregungen zum Auslobungstext geben, der für den Ende Juli startenden Wettbewerb erstellt wird. Die Gelegenheit nutzten viele in der Dialogphase des Abends, durch die die STEG Stadtentwicklung GmBH unter Leitung von Frank Friesecke und Tilman Sperle führte.
     

    Intensive und kreative Gespräche

     
    Bürgermeister Peter Pätzold begrüßte rund 130 Stuttgarterinnen und Stuttgarter im Stadtpalais. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Bürgermeister Peter Pätzold begrüßte rund 130 Stuttgarterinnen und Stuttgarter im Stadtpalais. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Die Moderatoren erklärten zunächst den Ablauf des Abends. Nach einer detaillierten Einführung in den Auslobungstext, der sich aus einem formellen und einem inhaltlichen Teil mit Planungsvorgaben zusammensetzt, ging es an fünf Themeninseln. Dort konnten die Anwesenden zu 10 Handlungsfeldern Anregungen abgeben. Dazu hatte die STEG aus den jeweiligen Handlungsfeldern die wesentlichen Begriffe herausgesucht und an Infotafeln gebündelt. So bekamen die Teilnehmer schnell einen Überblick, um was es bei jedem Handlungsfeld im Einzelnen ging. Was sollte im Auslobungstext detaillierter ausformuliert werden? Welche Themen wurden im Text vielleicht noch nicht berücksichtigt? Diese und andere Fragen bewegten die Teilnehmer und sie nutzten die Möglichkeit an diesem Abend, erste Schwerpunkte für eine Planung des Stadtquartiers den planenden Büros an die Hand zu geben. Es entwickelten sich intensive und kreative Gespräche unter den Teilnehmern und viele schrieben ihre Anregungen auf kleine Zettel, die dann zur Übersicht an die Stellwände der Themeninseln geklebt wurden.
     
    Parallel zu den Themeninseln wurde im Foyer ein fünf mal fünf Meter großes Luftbild der Entwicklungsfläche Rosenstein auf den Boden gelegt. Dort konnten die Anwesenden nach den Themen gestaltete farbige Ideenwürfel an Stellen auf der Karte platzieren, zu denen Sie Vorschläge machen wollten. Zuerst noch zögerlich, dann aber mit zunehmendem Interesse wurden Dutzende Würfel auf der Karte platziert. Am Ende entstand ein buntes Bild, das die Vielfalt der Anregungen anschaulich zeigte.
     

    Viele konkrete Anregungen

    An fünf Themeninseln konnten Anregungen zu zehn verschiedenen Handlungsfeldern gegeben werden. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    An fünf Themeninseln konnten Anregungen zu zehn verschiedenen Handlungsfeldern gegeben werden. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Gegen kurz nach acht Uhr am Abend endete die Dialogphase und die Teams an den einzelnen Themeninseln zogen ein Fazit aus den abgegebenen Anregungen. Beim Thema Wohnen wurde deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum unbedingt Bestandteil der Planungen sein müsse, ebenso wie Gemeinschaftsplätze für ein lebendiges Quartier. Zum Thema Park und Freiraum wurde darauf hingewiesen, dass Mitgestaltungsmöglichkeiten und kreative Räume – etwa für Urban Gardening – berücksichtigt werden sollten. Zum Thema Kultur wurde angeregt, neben der Hochkultur auch ausreichend Möglichkeiten für Subkultur und kommunikative Orte zu schaffen, an denen Menschen kreativ werden können.
     
    Bei den topografischen Herausforderungen des Geländes war vielen wichtig, das Panorama des Gebiets sichtbar zu machen, etwa durch Sichtachsen zum Schloss Rosenstein und eine gelungene Anbindung an die angrenzenden Stadtbezirke. Dachbegrünung sollte beim Thema klimagerechtes Quartier den Vorzug vor Fotovoltaik bekommen. Ein autofreies Quartier mit innovativen Mobilitätsansätzen wie etwa Kleinbussysteme und andere Fortbewegungsmöglichkeiten sollte schließlich beim Handlungsfeld Mobilität im Auslobungstext deutlicher hervorgehoben werden.
     

    Onlinebeteiligung bis 31. Mai 2018

    Kurz vor neun Uhr endete schließlich der Infoworkshop. Bürgermeister Peter Pätzold bedankte sich für die zahlreichen Vorschläge zum Text und wies noch einmal darauf hin, dass mit dem Workshop die Bürgerbeteiligung Rosenstein nicht zu einem Ende gelangt sei: „Die Bürgerbeteiligung zum Rosenstein-Quartier wird sich weiterentwickeln und ich hoffe, dass viele Bürger bei diesem Thema dabeibleiben und sich weiterhin so einbringen wie heute Abend.“ Abschließend erinnerte der Bürgermeister noch einmal an die Möglichkeit, weitere Vorschläge und Anregungen zum Auslobungstext bis zum 31. Mai 2018 online auf dem städtischen Beteiligungsportal einbringen zu können. Mehr dazu erfahren Sie hier.
     
     
    Durch den Abend führte das Team der STEG Stadtentwicklung GmbH. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
    Rund 130 Bürgerinnen und Bürger kamen ins Stadtpalais. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
  • Ihre Ansprechpartner zum Vorhaben

    Benjamin Gab
    Amt für Stadtplanung und Wohnen
    Telefon:   (0711) 216-20165
    Mail:       benjamin.gab@stuttgart.de

    Marijana Curic
    Amt für Stadtplanung und Wohnen
    Telefon:   (0711) 216-20099
    Mail:       marijana.curic@stuttgart.de​

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Amt für Stadtplanung und Wohnen
    Eberhardtstraße 10
    70173 Stuttgart
     
  • Ihre Ansprechpartner für allgemeine Fragen zum Beteiligungsportal

    Jan Minges
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91813
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Oliver Seibold
    Abteilung Kommunikation
    Telefon:    (0711) 216-91780
    Mail:        stuttgart-meine-stadt@stuttgart.de

    Anschrift:
    Landeshauptstadt Stuttgart
    Abteilung Kommunikation
    Rathauspassage 2
    70173 Stuttgart​