Entwurf der geplanten Erweiterungen. Grafik: Hausmann Architekten
Stuttgart-Münster

Elise von König-Schule

Erweiterung zur Ganztagesschule

ThemaBildung
Zeitraumvsl. Umsetzung: bis 2. Quartal 2022
ZielgruppeAlle Bürgerinnen und Bürger von Münster

ohne Beteiligungohne Beteiligung
offen
  • In der Schule Natur erleben

    Die Elise von König-Schule erhält neben der Mensa auch eine große, begrünte Dachterrasse

     
    Der geplante Neubau wird den Schulhof der Elise von König-Schule umschließen und gegen die Wohnbebauung abschirmen. Foto: Stadtmessungsamt/Stadt Stuttgart
    Der geplante Neubau wird den Schulhof der Elise von König-Schule umschließen und gegen die Wohnbebauung abschirmen. Foto: Stadtmessungsamt/Stadt Stuttgart
    Die Elise von König-Gemeinschaftsschule in Münster bekommt an ihrer westlichen Grundstücksgrenze einen Erweiterungsbau mit Mensa für insgesamt 13,68 Millionen Euro, der zu­sammen mit dem Bestandsgebäude den Schulhof umfassen wird. Dies hat der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner Sitzung am 16. Juli beschlossen. Die Beschlussfassung im Verwaltungsausschuss ist am Tag darauf erfolgt.
     
    Im aktuellen Schuljahr 2018/19 besuchen insgesamt 466 Schülerinnen und Schüler in 21 Klassen die Lehranstalt, davon 180 die Grundschule und 286 die Gemeinschaftsschule. Durch die Einrichtung der Gemeinschafts- und der Ganztagesgrundschule in den letzten Jahren ist ein höherer Raumbedarf entstanden, der nicht mehr abgedeckt werden kann. Daher soll in einem ersten Bauabschnitt – nach den Plänen des Büros Michael und Wolf Architekten – ein dreigeschossiger Neubau mitsamt der benötigten Mensa auf dem Schulgrundstück entstehen. Der neue Baukörper grenzt dann den Schulhof gegen die bestehende Wohnbebauung im Westen ab und ermöglicht auch eine zusätzliche Anlieferungsmöglichkeit. In weiteren Bauabschnitten werden die bestehenden Unterrichtsräume dann nach den jeweiligen Erfordernissen umgebaut und weiter angepasst.
     
    Das geplante Raumprogramm umfasst eine Fläche von rund 1.200 Quadratmetern mit acht Klassenräumen, verschiedenen Ganztagesbereichen und einer Mensa mit Verteilerküche und Nebenräumen. Zusammen mit den Anpassungen im Bereich der Technik- und Sanitärräume ergibt sich sogar eine gesamte Nutzfläche von 1.760 Quadratmetern. Diese werden im Untergeschoss des Erweiterungsbaus untergebracht, die Mensa, die sich zum Schulhof hin mit einer bodentiefen Verglasung öffnet, im Erdgeschoss. Hier gliedern sich auch die Mensaausgabe und die Küchennebenräume an.
     

    Großer Dachgarten

    Eine Besonderheit stellt der 180 Quadratmeter große Dachgarten dar, der mit einer Sonnen-Pergola, Hochbeeten, einem Bienenhaus und Sitzdecks ausgestattet wird. Dieser soll Rückzugsflächen und einen Ort der Entspannung bieten, da der Schulhof einen Teil seiner Fläche an den Neubau abgeben muss. Geplant ist die Nutzung der Dachterrasse für den ungestörten Naturunterricht, etwa für Naturbeobachtungen, aber auch für Kinderyoga, Lernen im Freien oder Lesen lernen. Die restliche Dachfläche wird begrünt.

    Nach der Einreichung des Bauantrags wird mit der Baugenehmigung im Frühjahr 2020 gerechnet, der Baubeginn könnte dann im vierten Quartal 2020 erfolgen. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für das zweite Quartal 2022 geplant.
     
  • Ausgangssituation

    Die Elise von König-Schule in Stuttgart-Münster ist zum Schuljahr 2013/14 als erste Gemeinschaftsschule in Stuttgart in Klassenstufe 5 gestartet. Die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule, im Endausbau für maximal 560 Schüler, erfordert ein erweitertes Flächenangebot für den Unterricht, Ganztag, für Differenzierung und für Inklusion. Da auch die Grundschule zum Schuljahr 2015/16 als Ganztagesgrundschule startete und sich hieraus ein höherer Raumbedarf begründet, hat sich der Raumfehlbedarf am Schulstandort erhöht und kann nicht durch die bestehenden Räumlichkeiten gedeckt werden.

    Der Fehlbedarf an Räumen soll in einem ersten Bauabschnitt in einem solitären Neu- bzw. Erweiterungsbau auf dem Schulgrundstück untergebracht werden.
    Darüber hinaus sollen die bestehenden Unterrichtsräume in später geplanten Bauabschnitten an das pädagogische Konzept der Elise von König-Schule angepasst werden.
     

    Gemeinschaftsschule

    Durch das Angebot der Gemeinschaftsschule ermöglicht die Elise von König-Schule die Schulabschlüsse der Hauptschule sowie der Realschule und bereitet Schülerinnen und Schüler auf einen Übergang in die gymnasiale Oberstufe eines allgemeinbildenden oder beruflichen Gymnasiums vor.

    Die Gemeinschaftsschule ist eine Schulart, die nach individualisierten und kooperativen Lernformen in heterogenen Lerngruppen ohne äußere Differenzierung arbeitet. Es werden alle Bildungsstandards (Haupt-, Sonder-, Realschule und Gymnasium) unterrichtet und Lehrkräfte der verschiedenen Schularten an einer Gemeinschaftsschule eingesetzt. Das Lernangebot wird in einem drei- bzw. viertätigen Ganztagesschulbetrieb organisiert. Kern einer Gemeinschaftsschule bildet die Sekundarstufe 1 von Klassenstufe 5 bis 10. Die Gemeinschaftsschule ist eine inklusive Schule.
     

    Vorgehen

    Im 1. Bauabschnitt wird auf dem Schulhof ein dreigeschossiger Neubau errichtet, in dem die Grundschule sowie die Mensa für die komplette Schule untergebracht ist. Im Anschluss wird in einem 2. Bauabschnitt der Bestand um einen Erschließungsbau mit zentralem Aufzug zur durchgängigen barrierefreien Erschließung des Bestandsgebäudes erweitert. In diesem Zuge wird eine Anbindung an den öffentlichen Spielplatz „Alter Friedhof“ geschaffen. In einem 3. Bauabschnitt werden durch Bestandsumstrukturierung GMS-Strukturen geschaffen.
     
    Die Kosten für den 1. Bauabschnitt belaufen sich auf rund 7,1 Millionen Euro.
     

    Beteiligungsmaßnahmen

    Die Landeshauptstadt Stuttgart ist als Schulträger zur Bereitstellung schulischer Infrastruktur verpflichtet. Das Schulverwaltungsamt als zuständiges Fachamt setzt deshalb bildungspolitische Vorgaben des Landes und des Gemeinderats an rund 160 Schulen um. Dabei steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung im Fokus. Ziel ist eine Verbesserung des städtischen Bildungsangebots und eine bedarfsgerechte Planung und Weiterentwicklung der Bildungsinstitution Schule.

    Das Schulverwaltungsamt bindet bei diesen Vorhaben grundsätzlich die Vertreter der Schulgemeinden (Schulleitungen, Lehrer Kollegium, Elternvertreter sowie gegebenenfalls Schülervertreter) als Verantwortliche vor Ort und Nutzer der Schulgebäude in den Gestaltungs- und Planungsprozess mit ein. Zudem wird der Stadtbezirk über den Bezirksbeirat im Rahmen der politischen Beschlussfassung beteiligt.
     
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